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Dezember 21, 2012

Both kinds of music special (1): Nur die Wurst hat zwei

Da heute ja angeblich der letzte Tag anbricht und meine Leser vermutlich bereits in interstellaren Weiten unterwegs sind, kehrt unerwartet meine endlos laufende Country-Reihe wieder... dabei ist noch nicht einmal Samstag (und ja, auch wenn der Blog in letzter Zeit seltener aktualisiert wird, ist er noch nicht ganz stillgelegt).

Passend zum "Ereignis" also:
Hank Williams - Battle of Armageddon (1949)

Skeeter Davis - The end of the world (1963, diese Aufnahme von 1965)

Hank Williams III - Karmageddon (2010)

Oktober 20, 2012

Both kinds of music (Schluss)

Zum Abschluss der Country&Western-Reihe heute einfach eine Auswahl meiner Lieblingscountrytitel, in chronologischer Reihenfolge. Die meisten kamen schon einmal vor, andere hingegen hatte ich übergangen:


The Carter Family - No depression in Heaven (1936)


Hank Williams - There's a tear in my beer (1950-51?)


Brenda Lee - I'm sorry (1960)


Patsy Montana - Yodeling Ghost (1964)


George Harrison - Behind that locked door (1970)


Elvis Presley - Ghost riders in the sky (1970)


Gram Parsons & Emmylou Harris - In my hour of darkness (1974)


Johnny Cash, June Carter Cash, Jerry Lee Lewis und Carl Perkins - I saw the light (1981)


Jello Biafra & Mojo Nixon - Love me I'm a liberal (1994)



Hank Williams III - The rebel within (2010)

Oktober 06, 2012

Both kinds of music (124): Hank der Dritte

Der Enkel von Hank Williams und Sohn von Hank Williams, Jr. war sozusagen verdammt, die Familientradition fortzusetzen, zumal er in jungen Jahren offenbar wie ein Abziehbild seines Großvaters aussah. Hank der Dritte, geboren 1972, versuchte es vielleicht deswegen zunächst außerhalb der Country-Musik und spielte in den 1980ern in diversen Punk-Bands, bevor er 1989 zu einem Trio mit seinem verstorbenen Großvater (mittels Archiv-Aufnahmen) und seinem Vater verpflichtet wurde. So entstand das Album The Three Hanks: Men of broken hearts. Hiervon der Titel I'll never get out of this world alive.

Zehn Jahre später erschien das eigentliche Debut von Hank Williams III, Risin' Outlaw, das weitestgehend im Stil von Hank dem Ersten gehalten war. Hank III hat sich seitdem von dem Album distanziert, offenbar weil es ihn zu sehr in den Schatten des Großvaters stellte. Deutlicher auf seine eigenen Punk-Wurzeln bezog sich Williams auf dem dritten Album Straight to Hell (2006), mit dem programmatischen Song Dick in Dixie:

In den kommenden Jahren zementierte er seinen Ruf als Bad Boy der Country-Musik (womit er aber eigentlich ganz in der Familientradition blieb), und sich auch darüber hinaus im Metal-Milieu bewegte. So entstand das Band-Projekt Arson Anthem mit Ex-Pantera-Sänger Phil Anselmo und die "Punk-Metal"-Band Assjack. Ansonsten war Williams die letzten Jahre vor allem mit Konflikten mit seiner ehemaligen Plattenfirma Curb beschäftigt, die ohne dessen Erlaubnis auch zwei inoffizielle Williams-Alben (Hillbilly Joker und Long gone Daddy) veröffentlichen. Gleichzeitig bereichterte Williams seine Diskographie 2011 um gleich vier Alben, vielleicht um den unerlaubten Releases Paroli zu bieten (zwei Country-Alben, ein Doom Metal-Album und ein "Cattlecore"-Album). Hier der Titel Troopers Hollar vom Album Ghost to a ghost:

November 26, 2011

Both kinds of music (80): Hank der Zweite

Bereits im zarten Alter von 14 Jahren begann der 1949 geborene Sohn der Country-Legende Hank Williams seine Karriere als... Imitator seines Vaters. So spielt Hank Williams, Jr. im folgenden Video (wahrscheinlich aus dem Jahr 1964 und nicht, wie angegeben, 1962) die zwei alten Hank Williams-Klassiker Cold, cold heart und Long gone Daddy:

Der junge Hank machte seine, zunächst von der Mutter Audrey gelenkte, Karriere als Wiedergänger seines Vaters recht gut, jedoch mit zunehmendem Alter wurde ihm die bloße Imitation zu blöd. Mitte der 1970er, nachdem er Bekanntschaft mit Vertretern des Outlaw Country geschlossen hatte, insbesondere Waylon Jennings, und bei einem Bergunfall in Montana fast ums Leben gekommen war, legte sich Hank Jr. ein neues Image als Outlaw mit langen Haaren und Bart, Sonnenbrille und Cowboyhut zu. Das erste Album im Outlaw-Stil erschien 1975 mit dem Titel Hank Williams, Jr. and Friends. Hiervon der Titel Can't you see (aus Hanks Auftritt in der Ronnie Prophet Show 1977):

Der auch "Bocephus" genannte Hank Williams Jr. pflegte in den darauffolgenden Jahren seinen eigenständigen Stil zwischen Outlaw Country und Southern Rock à la Lynyrd Skynyrd oder Black Oak Arkansas, etwa in dieser Version eines weiteren Titel seines Vaters: Honky Tonkin' (live 1983 mit der Bama Band):

Seine größten Erfolge feierte Bocephus in den 1980ern; später trat er dann zunehmend als fast schon karikaturaler Südstaaten-Redneck und Gung-Ho-Republikaner in Erscheinung - vielleicht komme ich darauf zurück, wenn die Country-Musik nach "nine-eleven" behandelt wird.

November 06, 2010

Both kinds of music (25): Hank der Erste

Zum 25. Mini-Jubiläum einer der ganz Großen der Country-Musik: Hank Williams (nachdem Sohn und Enkel ebenfalls erfolgreiche Musiker-Karrieren eingeschlagen haben, heute bekannt als Hank Williams Sr.). 

1923 in einer Hütte in Mount Olive, Alabama geboren, gründete Hiram King Williams bereits mit 15 Jahren seine Band Drifting Cowboys. Zunächst sollte der große Erfolg jedoch ausbleiben - zudem wurde Williams bereits 1942 vom Radiosender WSFA aus Montgomery, Alabama wegen seines ausufernden Alkoholismus gefeuert, nach dem er mehrmals betrunken zu Auftritten erschienen war, ein Schicksal, das ihm zehn Jahre später auch in der altehrwürdigen Grand Ole Opry widerfahren sollte. Überregionale Erfolge feierte Williams ab 1947, als er mit Move it on over Platz 4 der Billboard-Folk-Charts erreichte. Danach folgten Hit auf Hit (insgesamt 11 No.1-Hits zu Lebzeiten) bis Williams am Neujahrstag 1953 in seinem Cadillac, unter Morphium- und Alkoholeinfluss stehend, mit 29 Jahren einem Herzstillstand erlag. Damit begründete Williams in gewisser Weise das Klischee des gefallen Stars: Williams' Alkohol- und Drogenprobleme, turbulenten Ehen und Affären lieferten die Blaupause für die bad boys und gescheiterten Existenzen der Rock-Musik, von Jim Morrison bis Kurt Cobain (kein Wunder übrigens, dass Williams in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen wurde, obwohl zum Zeitpunkt seines Todes noch niemand von Rock'n'Roll sprach...).

Drei Titel aus Hank Williams' reichhaltigem Katalog:
Honky Tonkin' (1947); eine frühe Single im Honky Tonk-Stil, wie er von Ernest Tubb geprägt worden ist.

Trotz seines nicht sehr frommen Umgangs sang Williams auch viele religiöse Titel; der beste davon ist vielleicht der Gospel-Song I saw the light (1948).

Erst posthum veröffentlicht wurde There's a tear in my beer (aufgenommen 1951).