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Oktober 20, 2012

Both kinds of music (Schluss)

Zum Abschluss der Country&Western-Reihe heute einfach eine Auswahl meiner Lieblingscountrytitel, in chronologischer Reihenfolge. Die meisten kamen schon einmal vor, andere hingegen hatte ich übergangen:


The Carter Family - No depression in Heaven (1936)


Hank Williams - There's a tear in my beer (1950-51?)


Brenda Lee - I'm sorry (1960)


Patsy Montana - Yodeling Ghost (1964)


George Harrison - Behind that locked door (1970)


Elvis Presley - Ghost riders in the sky (1970)


Gram Parsons & Emmylou Harris - In my hour of darkness (1974)


Johnny Cash, June Carter Cash, Jerry Lee Lewis und Carl Perkins - I saw the light (1981)


Jello Biafra & Mojo Nixon - Love me I'm a liberal (1994)



Hank Williams III - The rebel within (2010)

April 30, 2011

Both kinds of music (50): Rehabilitierungsmaßnahmen

Mitte der Sechziger brachten nahezu zeitgleich mehrere Rock'n'Roll-Stars Country-Platten heraus; nachdem der klassische Rock'n'Roll wohl schon 1960 seinen Zenith überschritten hatte und durch die "Beatlemania" und "British Invasion" zwar in gewisser Weise rehabilitiert, jedoch auch zunehmend als "altmodisch" wahrgenommen und marginalisiert wurde, bot sich die Country-Musik - die ja ohnehin zu den Wurzeln der meisten Interpreten zu zählen ist - an, um dort eine neue Karriere zu starten.

So veröffentlichte der "Killer" Jerry Lee Lewis 1965 das gefällige Album Country Songs for City Folks, hieraus der Song City Lights, ursprünglich ein Hit für Bill Anderson aus dem Jahr 1958:

Ebenfalls mit einem Bill Anderson-Song, Bright lights and Country Music und einem gleichnamigen Album stieg der ehemalige Teenie-Schwarm Ricky Nelson 1966 ins Country-Genre ein. Im darauf folgenden Jahr erschien das Album Country Fever, hieraus der zum Teil auf Cajun-Französisch gesungene Titel Take these chains from my heart:


Am tiefsten gefallen von den noch lebenden R'n'R-Legenden der 1950er war wohl Gene Vincent, der durch englische und französische Clubs tourte und schwer alkoholkrank war. Dadurch wurde er aber auch wieder als bedauernswertes Wrack für die Medien interessant geworden. 1969 produzierte die BBC den Dokumentarfilm The Rock'n'Roll Singer über Vincent, hieraus der Titel Lonesome Whistle:

Januar 15, 2011

Both kinds of music (35): Cash in den Fünfzigern

Neben Presley und Perkins war ein weiterer herausragender Interpret von Sun Records der junge, 1932 in Kingland, Arkansas, geborene Johnny Cash. Cashs frühe Aufnahmen stehen dann auch ganz in der Tradition des Label-Sounds, d.h. Cash und seine kleine Begleitband, die Tennessee Two (Luther Perkins an der Gitarre, Marshall Grant am Bass, kein Schlagzeug) spielten im gerade angesagten Rockabilly-Stil. Ein Beispiel hierfür: Get Rhythm aus dem Jahr 1956, hier in einer TV-Aufnahme von 1958 (mit einer bereits ausgebauten Begleitband):


1956 nahmen Cash und die Tennessee Two auch bereits einen der bekanntesten Titel des späteren "Man in Black" auf: I walk the line.


Am 4. Dezember 1956 besuchte der mittlerweile bei einem Major-Label, RCA, untergekommene Elvis Presley die Studios von Sun Records und es entwickelte sich bei der Gelegenheit eine spontane Jam-Session zwischen Presley und den drei anderen Sun-Größen: Cash, Perkins und Jerry Lee Lewis, eine Verbindung, die mittlerweile als Million Dollar Quartet in die Mythenwelt der Rock-Geschichte eingegangen ist. Aus dieser Session der Titel Just a little talk with Jesus: