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Januar 03, 2013

Both kinds of music Special (2): RIP Patti Page



The Tennessee Waltz (1950)



Boogie Woogie Santa Claus (1950)


(mit Sha Na Na) - Medley (Tennessee Waltz - Doggie in the widow - Cape Cod - Cross over the bridge) (1977)

Oktober 13, 2012

Both kinds of music (125): Kurz vor der Maya-Apokalypse

Nächste Woche kommt unser Überblick über die Geschichte der Country-Musik an sein wohlverdientes (und überfälliges?) Ende. Kurz vor Schluss will ich noch einen Blick auf die aktuelle Szene werfen, und bringe heute drei Country-Hits aus dem Jahr 2012.

Lady Antebellum, seit 2008 eine der erfolgreichsten Country-Pop Bands aus Nashville, die dieses Jahr für Own the night den Grammy für das beste Country-Album erhielten. Hier die aktuelle Single Wanted you more:

Sowohl in den amerikanischen Pop- und Country-Charts führt derzeit kein Weg an Taylor Swift vorbei, deren neues Album Red für den 22. Oktober angekündigt ist. Daraus der noch unveröffentlichte Titelsong, live bei den BBC Radio 1 Teen Awards am 7. Oktober:

Den Grammy für das beste Country-Duo und das beste Folk-Album gewannen dieses Jahr The Civil Wars aus Nashville (die übrigens kürzlich ebenfalls ein Duett mit Swift einspielten). Hier die rezenteste Single Kingdom Come, die auch im Film The Hunger Games zum Einsatz kam.

August 18, 2012

Both kinds of music (117): Kanada 1, USA 0

Auch nach kurzer Pause bleiben wir im poppigeren Bereich der Country-Musik, denn wir kommen wohl kaum an der Tatsache vorbei, dass 1997 das bis dato erfolgreichste Country-Album aller Zeiten erschienen. Dabei ist das Überraschende, dass dieses Album nicht von US-Interpreten eingespielt wurde, sondern von einer Kanadierin: Shania Twain, deren drittes Album (von bis heute insgesamt vier) Come on over mehr als 40 Millionen mal verkauft wurde - nicht wenige davon sogar in Europa. 

Shania Twain, die übrigens keineswegs mit Mark Twain verwandt ist (beide Namen sind Pseudonyme), begann ihre Karriere in den 1980ern mit lokalen kanadischen Bands namens Longshot und Flirt bevor 1993 ihr Solo-Debut erschien, das sie erstmals über Kanadas Grenzen bekannt machte. 1995 folgte der Durchbruch mit The woman in me. Hiervon der Titel Any man of mine:

Vom Überflieger Come on over bringe ich Man! I feel like a woman. Die Country-Bezüge sind recht minim, wenn man von einer gelegentlichen Steel Guitar-Einlage absieht.

Fünf Jahre später erschien noch Up!, bis dato das rezenteste Album der Kanadierin, mit weiteren Hits I'm gonna getcha good, hier live bei den Country Music Association Awards 2002, auch wenn die Musik mehr mit 1980er Hard Rock gemein hat als mit Hank Williams:

August 04, 2012

Both kinds of music (116): Im Soge der Garthmania

Heute wenden wir uns wieder dem poppigerigen Bereich der Country-Musik zu, und wenden uns drei der erfolgreichsten Country-Sänger der 1990er zu, deren Karriere im Soge der "Garthmania" begann.

Besonders berüchtigt ist wohl Billy Ray Cyrus, übrigens der Vater von Disney-Star Miley Cirus, dessen Debut-Single Achy Breaky Heart die meistverkaufteste Single des Jahres 1992 in den USA war. An diesen Erfolg und den des ersten Albums Some gave all konnte Cyrus nie wieder anknüpfen. Immerhin wurde in den Spätneunzigern die Musik besser, bevor Cyrus nach 2000 sich zunächst zwei Alben mit christlicher Musik aufnahm, dann in der Serie seiner Tochter Hannah Montana mitwirkte, ebenso bei der Show Dancing with the stars, und schliesslich mit Brother Clyde eine Alternative Rock-Band gründete. Hier jedoch ein Titel aus den 1990ern: Trail of Tears vom gleichnamigen Album (1996).

Ebenso wie Cyrus feierte Faith Hill bereits mit ihrer Debut-Single Wild One vom ersten Album Take me as I am (1993) den Durchbruch:

Ab 1998 und dem Album Faith verlass Hill eigentlich das Country-Genre in Richtung Pop, auch wenn sie 2005 mit Fireflies wieder ein Country-lastigeres Album einspielen sollte. In der Zwischenzeit hatte sie mit Tim McGraw einen weiteren Shooting-Star der Country-Musik geheiratet, mit dem sie 1996 zusammen auf Tour ging und mit dem sie in der Folge mehrere Duette aufnahm, wie etwa Let's make love (1999):

Juli 31, 2012

Links, ökonomische

Aus der Rubrik Wer hätte das gedacht?

Der schrumpfende Staat unter Obama (wobei allerdings lediglich die Beamtenzahl gemeint ist):

Wieso Konservative den Mindestlohn unterstützen sollten:
(Kurzfassung: entgegen der allgemeinen Ansicht liberaler Ökonomen steigt nach einer neueren Studie nach Erhöhung des Mindestlohns weniger die Arbeitslosigkeit, als vielmehr die Pro-Kopf-Produktivität, i.e. die Ausbeutungsrate der Arbeitskraft).

Wissenschaftlich bewiesen: Peak Pop war 1969, seitdem geht alles den Bach runter!
(gut, das ist jetzt zugegebenerweise weniger aus der Rubrik Wer hätte das gedacht?...)

Nordkorea, Traumland für Investoren:

...und ein Beitrag zur Debatte über die Indexierung in den 1970ern und 1980ern:
(ja, Milton Friedman war ein Anhänger der Lohnindexierung, wäre also heute quasi ein Kommunist).

April 07, 2012

Both kinds of music (99): Karrierebeginn mit 45

Einer der Country-Hits des Jahres 1987 war der Titel 80's Ladies der 1942 geborenen KT Oslin, die, nach einer kurzen Zeit als Folksängerin in den 1960ern vor allem als Songautorin im Hintergrund tätig war. 80's Ladies war die zweite Single und der erste Chart-Erfolg und startete ihre eigentliche Karriere als Country-Sängerin.

Dem Single-Erfolg folgte bald ein zweiter mit Do ya, und dem Album 80's Ladies. Im darauf folgenden Jahr 1988 erschien das Album This woman mit gleich vier Single-Auskopplungen. Hiervon der Titel Didn't expect it to go down that way:

KT Oslin war damit eine Zeit lang auf der Spitze des Country-Pop-Genres, wobei im allgemeinen der Country-Gehalt recht gering gehalten war, vor allem im Vergleich zu den zeitgleich florierenden Neotraditionalisten. Nichtsdestotrotz gewann Oslin in den Spätachtzigern alle möglichen Awards als beste Country-Interpretin, so etwa hier 1989 bei den Grammy Awards mit dem Titel Hold me:

Februar 18, 2012

Both kinds of music (92): Die Schrecken des Jahres 1984

Passierte an den Rändern durchaus spannendes, wie wir letzte Woche gesehen haben, so waren doch die Mittachtziger und insbesondere das Jahr 1984 nicht gerade ein Höhepunkt der Geschichte der Country-Musik.
Zu den Hits des Jahres gehörten etwa Lee Greenwoods nationalistisch-kitschiges God bless the USA (fünf Monate später antwortete übrigens Bruce Springsteen mit Born in the USA)...

... und ein Duett zwischen Willie Nelson und dem spanischen Schmachtbolzen Julio Iglesias: To all the girls I've loved before.

Ansonsten wurden die C&W-Charts von den unvermeidlichen Alabama und den letzten Ausläufern des Countrypolitan bzw. Urban Cowboy-Sounds beherrscht, bei denen die Country-Wurzeln langsam unter all den Streichern kaum noch zu hören waren, z.B. hier in Reba McEntires If only:

Juli 25, 2011

Antidote

April 09, 2011

Both kinds of music (47): Top of the Pops

Heute wenden wir uns dem poppig(st)en Teil des Nashville-Sounds zu, mit drei Interpret_innen, die auch und sogar vor allem Erfolg in den Mainstream-Pop-Charts hatten.

Brenda Mae Tarpley alias Brenda Lee, die in den Fünfzigern bereits als Kinderstar für Furore gesorgt hatte, zuerst 1955 im Alter von 9 Jahren mit einer Version von Hank Williams' Jambalaya, und als "Little Miss Dynamite" in die Popgeschichte einging. Ab 1960 widmete sich die nun 16-jährige Brenda Lee dem Nashville Sound, am prägnantesten wohl im Standard I'm sorry (1960).


Auch George Hamilton IV war bereits in den Spätfünfzigern als Teenie-Star erfolgreich und tourte mit den Everly Brothers oder Buddy Holly. Ab den 1960ern wendete sich auch Hamilton, mittlerweile von Chet Atkins unter Vertrag, dem Nashville Sound, am erfolgreichsten 1963 mit Abilene (hier mit Fort Worth, Dallas or Houston im Doppelpack).


Skeeter Davis hatte ebenfalls bereits in den 1950ern eine Karriere als eine der Davis Sisters hinter sich, bevor sie ab 1958 in Nashville bei Chet Atkins landete. Davis war wohl die am weitesten im Popgefilde eingetauchte Interpretin aus Nashville; tatsächlich ist der Bestandteil Country hier nur noch schwer auszumachen, siehe etwa I will follow him (1963), eigentlich 60er-Pop in Reinform:

November 27, 2010

Both kinds of music (28): Pop goes the country

Neben Hank Snow waren die seit 1949 so bezeichneten Country and Western-Billboard-Charts  um die Jahrhunderthälfte vor allem von Crossover-Hits dominiert; der später so bezeichnete Country-Pop zeigte erste Auswüchse und wies zudem Verkaufszahlen auf, die auch heute noch bekannte Stars wie Hank Williams und Bill Monroe hinter sich ließen. In erster Linie muss hier der Country-Crooner Eddy Arnold genannt werden, der Ende der 1940er bis Anfang der 1950er mit seichten bis schmalzigen Balladen einen Nummer 1-Hit nach dem anderen vorzuweisen hat. Die Popularität eines Eddy Arnold zeigt sich vielleicht auch an diesem Smokey the Bear-Clip zur Prävention von Waldbränden (das Intro ist aus Arnolds 1949er Nr. 1-Hit Cattle Call):

Neben I'm movin' on war der zweite grosse Country-Hit des Jahres 1950 ebenfalls ein Crossover-Song, die Tennessee Waltz in der Version von Patti Page:


Auch die späteren Western Swing-Interpreten drifteten zum Teil recht weit ins Popgenre ab, wie hier zum Beispiel Hank Thompson mit Rub-A-Dub-Dub (1953):

Juli 27, 2010

Je proteste!

Zeit für etwas Abwechslung vom ganzen Country-Kram:
Stella (spätere Vander) - Cauchemar auto-protestateur (1967)

April 01, 2010

März 30, 2010

Dieses und jenes

Mal wieder Zeit für ein paar lieblos zusammengestellte Links auf Seiten, die in letzter Zeit meine Aufmerksamkeit in besonderer Weise auf sich ziehen konnten:

- Für Mai ist eine Neuauflage der Encyclopédie Anarchiste angekündigt.

- Der Zusammenhang zwischen Frauenbands und Konjunkturentwicklung: Reason will den Riot-Grrls-Stimulus.

- Salma oder Fritz: wer ist die/der bessere Hayek?


- J.M. Keynes und der Ständestaat.

- Mein neuer Lieblingsblog: Uncle Gil's.

März 21, 2010

August 14, 2009

Drolliges aus dem Zwischennetz

Kurt Tucholsky gibt eine Einführung in die hohe Kunst der Wirtschaftswissenschaft: "Kurzer Abriss der Nationalökonomie" (via Walgesang).

JayJay über das Stopfen von Sommerlöchern vermittels Speck (und darüberhinaus dem Wahlkampf in Deutschland).

Roger Pielke Jr über die ewige Wiederkehr des Gleichen.

Glenn Allport über Ringos Gesetz.

Immer wieder schön: Lp Cover Lover.

April 20, 2009

Noch mehr Fuzzbox

Als Zugabe zu Samstag, hier auch die zweite Single von Fuzzbox:
We've got a Fuzzbox and we're gonna use it! - Love is the slug



Die Achtziger waren schon irgendwie schön und schaurig zugleich.

März 18, 2009

Weltmarkt Illustrated



"Die Bourgeoisie hat durch ihre Exploitation des Weltmarkts die Produktion und Konsumption aller Länder kosmopolitisch gestaltet. Sie hat zum großen Bedauern der Reaktionäre den nationalen Boden der Industrie unter den Füßen weggezogen. Die uralten nationalen Industrien sind vernichtet worden und werden noch täglich vernichtet. Sie werden verdrängt durch neue Industrien, deren Einführung eine Lebensfrage für alle zivilisierten Nationen wird, durch Industrien, die nicht mehr einheimische Rohstoffe, sondern den entlegensten Zonen angehörige Rohstoffe verarbeiten und deren Fabrikate nicht nur im Lande selbst, sondern in allen Weltteilen zugleich verbraucht werden.

An die Stelle der alten, durch Landeserzeugnisse befriedigten Bedürfnisse treten neue, welche die Produkte der entferntesten Länder und Klimate zu ihrer Befriedigung erheischen. An die Stelle der alten lokalen und nationalen Selbstgenügsamkeit und Abgeschlossenheit tritt ein allseitiger Verkehr, eine allseitige Abhängigkeit der Nationen voneinander. Und wie in der materiellen, so auch in der geistigen Produktion. Die geistigen Erzeugnisse der einzelnen Nationen werden Gemeingut. Die nationale Einseitigkeit und Beschränktheit wird mehr und mehr unmöglich, und aus den vielen nationalen und lokalen Literaturen bildet sich eine Weltliteratur."

Manifest der Kommunistischen Partei, 1848 (nach MEW, 4, S.466).

Januar 17, 2009

Tanz den Hamas

Also, für eine islamische Bewegung für die insbesondere westliche Musik im wesentlichen Teufelszeug ist, produziert die Hamas durchaus dancefloor-taugliche Ohrwürmer. Zwei Beispiele: