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Mai 06, 2013

Begriffsverwirrung

Gelesen bei der Freiheitsfabrik:
"Zum Schluss ließ sich Michael Wilk auch nicht lumpen, unter Beifall bekannt zu geben, nein, nein, nicht alles, was der Staat mache, würde er negativ bewerten, ganz im Gegenteil, soziale Errungenschaften wie die Rentenversicherung seien ihm lieb und teuer. (...) Ich fasse es nicht, das bürokratische Monster schlechthin, die Massenenteignung, das Produkt Bismarckscher Sozialpolitik und beileibe keine Errungenschaft der Arbeiterklasse – das als Ideal eines 'Anarchisten'? Was für Fehler unsere linken Vettern im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert auch hatten – solche Etatisten waren sie nicht, Michael Bakunin nicht, Emma Goldmann nicht, selbst Peter Kropotkin nicht, Pierre-Joseph Proudhon schon gar nicht. Bitte bitte, gebt uns doch den Begriff  'Anarchismus' zurück, ihr 'Umweltaktivisten' und anderen Staatsanbeter."
Den restlichen Text plus den betreffenden Vortrag von Stefan Blankertz findet man hier.

Mai 19, 2011

Geld ohne Banken und ohne Staat

Während hierzulande neuerdings auch "Regiogeld" gesellscher Inspiration propagiert wird - zur Stärkung des "regionalen Wirtschaftskreislaufs" des Kantons Redingen an der Attert versteht sich - sind andere schon weiter: Bitcoin ist eine Peer2Peer-Währung auf Open Source-Basis, die ohne Zentralbank und staatliches Prägemonopol auskommt:

Mehr Fragen und Antworten, auch zum Thema kontrollierte Inflation und Deflationsgefahr findet man in diesem FAQ.

Interessante Artikel des Weiteren auf der Seite Launch:
Wie man dort erfahren kann, ist Bitcoin bereits erfolgreich als Zahlungsmittel im Online-Drogenhandel im Einsatz (also ganz im Sinne der agoristischen Counter-economics). Wahrscheinlich laufen auch bereits Wetten, wie lange es dauern wird, bis das Ganze verboten wird...

Januar 10, 2011

Liederstunde

In den frühen 1960ern wurden im um Murray Rothbard herum gebildeten Circle Bastiat einige Lieder gedichtet, die eher an Bastiats Sparring-Partner Pierre Joseph Proudhon (naja, eigentlich mehr an Bakunin und an Joe Hill und die Lieder  der IWW) anknüpften:

The Battle Hymn of Freedom

O'er these murky, troubled waters shines the Circle's beacon light,
That brilliant guiding beam that draws men daily to the Right,
Oh, its glory is a refuge from the State's inhuman might,
For Anarchy we fight.
Freedom, freedom, blessed freedom (repeat twice)
For Anarchy we fight.
In that free world of tomorrow which now rushes to the fore;
Man shall bow his noble head to neither gods nor Caesars more;
And this shall end forever all the State's communal lore,
For all shall know the truth.
Upward, upward go black banners (repeat twice)
For all shall know the truth.
Look up there, Circle brothers, see the black banners unfurled;
How they wave in expectation of a new and better world.
The lines are drawn, the ranks are firm, the challenge has been hurled,
The Circle marches on.
Vict'ry, vict'ry lies before us (repeat twice)
The Circle marches on.
All of freedom's blessed martyrs are here marching by our side,
Ours the spirit, ours the cause for which they smiling bled and died.
With us now they cut the fetters which man's mind and body tied,
Man will at last be free.
Nothing now will ever stop us (repeat twice)
Man will at last be free.
One by one the States are dying, see the age old monsters fall,
As the world resounds in answer to the Circle's trumpet call.
We'll not rest until all States are gone and men are freemen all,
And that day lies at hand.
Onward, onward Circle brothers (repeat, twice)
For that day lies at hand.

The State
(nach der Weise America the Beautiful)

It's yours to right the great wrong done
Ten thousand years ago,
The State, conceived in blood and hate,
Remains our only foe.
Oh, Circle brothers, Circle brothers,
Victory is nigh,
Come, meet your fate, destroy the State,
and raise your [black] banners high.
 Quelle: The Libertarian Forum , Vol. VI, No.3, März 1974.

Der letzte Song kam in Verbindung zu einem der finsteren Hintermänner von George W. Bush, Grover Norquist, zu unerwarteter später Bekanntheit, soll dieser doch laut Jonathan Chait (The big con: the true story of how Washington got hoodwinked and hijacked by crackpot economics, 2007, S.96) angeblich dieses Lied in jungen Jahren bei Rundfahrten in Washington D.C. bei offenem Autofenster wiederholt und laut von sich gegeben haben.

Oktober 02, 2010

Anarchosyndikalismus auf mises.org?

Etwas erstaunt entdeckte ich diesen Morgen auf der Webseite des Mises-Instituts einen Aufsatz von Jeff Riggenbach mit dem Titel "A tribute to Rudolf Rocker". Letzten Endes meint Riggenbach zwar, Rocker, dessen Biographie er ein wenig in Parallele zu Mises' Lebenslauf setzt, sei ein "ökonomischer Illiterat", da Sozialist, letzten Endes ist der Artikel aber durchaus lesbar und im großen und ganzen fair bis freundlich gegenüber dem Klassiker des Anarchosyndikalismus.

August 14, 2009

Drolliges aus dem Zwischennetz

Kurt Tucholsky gibt eine Einführung in die hohe Kunst der Wirtschaftswissenschaft: "Kurzer Abriss der Nationalökonomie" (via Walgesang).

JayJay über das Stopfen von Sommerlöchern vermittels Speck (und darüberhinaus dem Wahlkampf in Deutschland).

Roger Pielke Jr über die ewige Wiederkehr des Gleichen.

Glenn Allport über Ringos Gesetz.

Immer wieder schön: Lp Cover Lover.