Posts mit dem Label kapitalismus werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label kapitalismus werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Februar 13, 2012

Markets not capitalism

Gary Chartier bei reason.tv über die rezente Anthologie Markets not capitalism. Individualist anarchists against bosses, inequality, corporate power and structural poverty, in welcher anarchistische "Klassiker" wie Proudhon, Tucker, Spooner und de Cleyre sich ebenso wiederfinden wie die "Anarchokapitalisten" Hess und Rothbard (mit Texten aus ihrer "linken" Phase in den 1960ern) und neuere Linkslibertäre und Neo-Mutualisten wie Charles Johnson, Kevin Carson, Roderick T. Long und Chartier selber:

Fans:
(wobei die Kollegen von Anonymous allerdings zu glauben scheinen, es gebe einen "wirklichen ökonomischen Prozess" jenseits des bestehenden (Finanz-)Kapitalismus, den es zu bewahren bzw. "wiederherzustellen" gelte, ebenso wie sie glauben, es gebe eine "reale" - d.h. eigentlich: ideale - Demokratie jenseits der real existierenden...)

September 18, 2011

Hagbards Celines Definitionen (1)

FREE MARKET: That condition of society in which all economic transactions result from voluntary choice without coercion.
(...)
CAPITALISM: That organization of society, incorporating elements of tax, usury, landlordism, and tariff, which thus denies the Free Market while pretending to exemplify it.

Robert Shea/Robert Anton Wilson, The Illuminatus! Trilogy, nach der Ausgabe London 1998, S.622-623.

Februar 14, 2011

You've come a long way, baby

...obwohl, von der Tendenz her geht es zweimal gegen Gleichheit:

Norbert W. Bolz, 1976:
"[Zitat Dickens:] 'So hell und fröhlich alles schien, es war dennoch etwas Schwermütiges in diesen langen, verlassenen Straßen, aus denen, wie aus seelenlosen Körpern, der gewohnte Rhythmus und Ausdruck entwichen war, nur eine totale Gleichförmigkeit zurücklassend, die sie alle einander gleichmachte'.
Solche Gleichförmigkeit ist das Produkt der leblosen Mechanik des Kapitalismus, der jedes Alltagsschicksal bis zur Unausweichlichkeit präformiert. Gleichheit, die einmal revolutionäre Forderung des Bürgertums, wird zu einer vor dem Tod und der minimalsten Bedürfnisse - und nur dies bietet der kapitalistische Staat: 'das Existenzminimum zum Leben, und das Schlachtfeld für den Tod' [Max Weber, Gesammelte politische Schriften, 3. Auflage, Tübingen, 1971, S.268]. In diesem Geiste hat Max Weber 'die absolut unentrinnbare Gebanntheit unserer ganzen Existenz (...) der schicksalsvollsten Macht unseres modernen Lebens: dem Kapitalismus' [Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie, I, fünfte Auflage, Tübingen, 1963, S.3f.] angelastet. Schicksalhaft ist der Gang kapitalistischer Rationalität, die blinde Logik der Kapitalexpansion und der erbarmungslose Primat von Rentabilität."
Geschichtsphilosophie des Ästhetischen. Hermeneutische Rekonstruktion der "Noten zur Literatur" Th. W. Adornos, Diss. FU Berlin, 1976, S.495.

Norbert Bolz, 2009 [das mittige Dabbeljuh gab der Autor in den 1980ern irgendwann auf]:
"Das typisch antibürgerliche Ressentiment des Intellektuellen entsteht durch das Ungleichgewicht von Status und Einkommen.
Die Geburt des Linksintellektuellen aus dem Hass auf den erfolgreichen Bürger - wir konnten das in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts noch einmal miterleben. Seine Gefühlswelt ist geprägt von der Denunziation der Leistung, des Erfolgs, der Exzellenz und der Dämonisierung des Wettbewerbs und des Profitmotivs. Jede Wirtschaftskrise wird hier dankbar aufgenommen, um den Untergang des Kapitalismus anzusagen und im Namen der Menschheit Gerechtigkeit als Gleichheit zu fordern. Doch hinter der Gleichheitspredigt steckt die Rachsucht (...)."
Diskurs über die Ungleichheit. Ein Anti-Rousseau, München, 2009, S.29.

Mir dünkt, der Autor spricht (auch) über sich selbst...
Eine ironische Analogie hierzu findet man übrigens in der jungbolzschen Sicht des stalinisierten Lukács, der ein "Autodafé des eigenen Frühwerks" abgeliefert habe: "die 'Zerstörung der Ver[n]unft' gerät Lukács ungewollt zur Autobiographie (...)." (Geschichtsphilosophie des Ästhetischen..., S.248).

August 14, 2009

Drolliges aus dem Zwischennetz

Kurt Tucholsky gibt eine Einführung in die hohe Kunst der Wirtschaftswissenschaft: "Kurzer Abriss der Nationalökonomie" (via Walgesang).

JayJay über das Stopfen von Sommerlöchern vermittels Speck (und darüberhinaus dem Wahlkampf in Deutschland).

Roger Pielke Jr über die ewige Wiederkehr des Gleichen.

Glenn Allport über Ringos Gesetz.

Immer wieder schön: Lp Cover Lover.