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Januar 15, 2011

Both kinds of music (35): Cash in den Fünfzigern

Neben Presley und Perkins war ein weiterer herausragender Interpret von Sun Records der junge, 1932 in Kingland, Arkansas, geborene Johnny Cash. Cashs frühe Aufnahmen stehen dann auch ganz in der Tradition des Label-Sounds, d.h. Cash und seine kleine Begleitband, die Tennessee Two (Luther Perkins an der Gitarre, Marshall Grant am Bass, kein Schlagzeug) spielten im gerade angesagten Rockabilly-Stil. Ein Beispiel hierfür: Get Rhythm aus dem Jahr 1956, hier in einer TV-Aufnahme von 1958 (mit einer bereits ausgebauten Begleitband):


1956 nahmen Cash und die Tennessee Two auch bereits einen der bekanntesten Titel des späteren "Man in Black" auf: I walk the line.


Am 4. Dezember 1956 besuchte der mittlerweile bei einem Major-Label, RCA, untergekommene Elvis Presley die Studios von Sun Records und es entwickelte sich bei der Gelegenheit eine spontane Jam-Session zwischen Presley und den drei anderen Sun-Größen: Cash, Perkins und Jerry Lee Lewis, eine Verbindung, die mittlerweile als Million Dollar Quartet in die Mythenwelt der Rock-Geschichte eingegangen ist. Aus dieser Session der Titel Just a little talk with Jesus:

Dezember 18, 2010

Both kinds of music (31): The King of Western Bop

Am 5. Juli trat ein 19-jähriger Sänger zum ersten Mal in einer offiziellen Studio-Session für Sun Records in Memphis, Tennessee an und nahm sowohl einige Rhythm'n'Blues-Stücke als auch einen Country-Klassiker der Shelton Brothers, Just Because, und verschiedene Versionen der Bluegrass-Ballade Blue Moon of Kentucky von Bill Monroe auf. Monroes wohl bekanntestes Stück war nur sechs Jahre früher erschienen, nichtsdestotrotz scheinen zwischen Monroes Version und der letztlich als B-Seite der Single That's all right Mama veröffentlichten Version, die den Titel mit einem Western Bop-/Rockabilly-Rhythmus ausstattet, Welten zu liegen:

Der Boss von Sun, Sam Philipps, war auf den jungen Elvis Aaron Presley aufmerksam geworden, weil er ein "Weisser war, der sang wie ein Schwarzer", d.h. wie ein Rhythm'n'Blues-Sänger. Vermarktet wurde Elvis jedoch zunächst als Hillbilly Wonder und als King of Western Bop. Er trat in der Grand Ole Opry auf, regelmäßig in der Radio-Show Louisiana Hayride und bald auch in Fernsehshows, hier bei Steve Allen im Juli 1956, in einem Western-Sketch als "Tumbleweed Presley":


1971 kehrte Elvis mit dem Album Elvis Country (I'm 10.000 years old) zu seinen Country-Wurzeln zurück; auch hier coverte er wieder einen Bill Monroe-Titel: Little Cabin Home on the Hill.