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März 03, 2012

Both kinds of music (94): Das Gegenteil von Backstreet Boys

Das Country-Ereignis des Jahres 1985 war die Veröffentlichung des Albums Highwayman, das gemeinsam von Johnny Cash, Waylon Jennings, Kris Kristofferson und Willie Nelson eingespielt wurde. Dem Album vorausgegangen war die gleichnamige Single Highwayman, eine Coverversion eines Titels von Jimmy Webb, die auf Anhieb Platz 1 der Country-Charts erreichte.

Die Nachfolge-Single Desperados waiting for a train war ebenso erfolgreich. Hier eine Aufnahme aus dem New Yorker Central Park von der ersten gemeinsamen Tour der vier als Band The Highwaymen im Jahr 1990:

Der Tour voraus ging das Album Highwayman II , wieder unter der Interpretenangabe "Nelson, Cash, Jennings, Kristofferson". Erst das dritte und letzte Album The road goes on forever (1995) wurde offiziell unter dem eingebürgerten Namen "Highwaymen" veröffentlicht. Zur Promotion dieses Albums traten die vier alten Männer auch mit dem Titel It is what it is in der David Letterman Show auf:

Dezember 31, 2011

Both kinds of music (85): Country goes Hollywood

Gleich vier größere Hollywood-Filme befassten sich 1980 mit der Country-Musik.
Zunächst erschien ein Biopic über Loretta Lynn mit Sissy Spacek (bekannt aus Carrie) in der Hauptrolle unter dem Titel Coal Miner's Daughter.  Hier der Titelsong, gesungen von Spacek selbst, sowie andere Songs aus dem Film im Abspann:

Nach der Disco- (Saturday Night Fever) und Retro-(Grease)Welle versuchte sich John Travolta 1980 als Urban Cowboy an der Seite von Ex-Wondergirl Debra Winger. Der Soundtrack enthielt unter anderem auch den Titel The devil went down to Georgia der Charlie Daniels Band.

Während Willie Nelson in Honeysuckle Rose einen fremdgehenden Countrysänger mimte (und im Duett mit Emmylou Harris 'Till I gain control again sang)...

...musste sich Dolly Parton als Sekretärin in 9 to 5 durchschlagen.

Oktober 01, 2011

Both kinds of music (72): Ein Hippie namens Willie

Inspiriert durch Waylon Jennings wandte sich auch Willie Nelson vom Saubermann-Image des Nashville Sound und wurde zum vielleicht bekanntesten Exponenten des sogenannten Outlaw Country-Stils. Nelson war dabei, wie hier geschildert, einer der erfolgreichsten Songwriter in Nashville, hatte als Solosänger aber lediglich Achtungserfolge vorzuweisen. Den höchsten Charterfolg erreichte er 1969 mit dem Song Bring me sunshine, nämlich Platz 13 der Country-Charts. Hier jedoch ein anderer Titel, um Nelsons Image und Stil in den 1960ern zu charakterisieren: Fräulein vom Album Country Favorites - Willie Nelson Style (1966).


1972 verließ Nelson seine Plattenfirma RCA und zog nach Austin, Texas, wo er in der lokalen Hippie-Szene heimisch wurde. Nelson ließ sich Haare und Bart wachsen und hatte bald einen neuen Plattenvertrag mit Atlantic Records in der Tasche. 1973 erschien als erstes Album im "neuen Look" Shotgun Willie. Darauf war auch der Titel Whiskey River zu finden, hier in einer Live-Aufnahme aus dem darauffolgenden Jahr:


Nach Shotgun Willie folgten zwei Konzeptalben, Phases and Stages (1974) und Red-headed Stranger (1975). Mit letzterem Album schaffte Willie Nelson endgültig den kommerziellen Durchbruch, insbesondere durch den als Single ausgekoppelten Fred Rose-Song Blue eyes crying in the rain: