Aus Anlass des Todes des Caravan-Drummers (und Kneipenbetreibers) Richard Coughlan heute das Stück For Richard (gemeint ist dort allerdings Bassist Richard Sinclair) von Caravan in der Live-Version mit der New Symphonia (1974):
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Dezember 14, 2013
November 23, 2013
A long one while I'm away (11)
Heute die Mutter aller Progressive Rock-Longtracks in einer Live-Fassung:
The Nice - Ars Longa, Vita Brevis (1968)
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November 02, 2013
A long one while I'm away (9)
Als Entschädigung für den Ausfall letzte Woche diesmal ein wahrer Klassiker...
Yes - Gates of delirium (1974)
Oktober 19, 2013
A long one while I'm away (8)
Im CD-Zeitalter sind Longtracks zwar seltener, aber dafür noch länger geworden.
Transatlantic - The Whirlwind (live in London 2011)
Transatlantic - The Whirlwind (live in London 2011)
September 28, 2013
A long one while I'm away (5)
Das Original des letzte Woche erwähnten Sad Eyed Lady of the Lowlands scheint nicht auf Youtube verfügbar zu sein... Hier aber eine nette Version vom longtrack-erprobten Gitarristen Steve Howe (Yes) mit seinem damaligen Noch-Bandkollegen (die Aufnahme stammt von 1999) Jon Anderson am Gesang:
Juli 28, 2013
Postpsychedelisches am Sonntag
The Nice - Hang on to a dream (live im Beat-Club, 25. Oktober 1969)
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Oktober 30, 2012
Fünfmal Halloween (1)
Halloween (FR) - Table Ronde (1994)
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Juni 20, 2012
Blasphemisches
Nik Brückner kommt auf den Babyblauen Seiten (deutschsprachiges Progressive Rock-Portal) zum unpopulären, ja in gewisser Weise "politisch inkorrekten" (hier "inkorrekt" im Sinne der Standards und Regeln der Musikkritik im Pop- und Rockbereich) Schlussfolgerung, dass die 2003 veröffentlichte Neueinspielung von Mike Oldfields Hauptwerk Tubular Bells dem Original aus dem Jahr 1974 "objektiv" überlegen ist.
Interessante Überlegungen hierbei über den Kultus des Ursprünglichen in der Rockmusik, verkörpert im sentimentalen Pochen auf die "Original-Aufnahme", das hier in Gegensatz zur Klassik gestellt wird - genauso gut hätte man im Übrigen auch den Jazz anführen können:
"Wir Rockhörer sind Fanatiker des Originals. Seltsamerweise. Denn in den
anderen Künsten ist ihre Reproduzierbarkeit seit über hundert Jahren ein
zentrales und nicht mehr wegzudenkendes Thema. In der Musik ist es das
ebenfalls, noch dazu auf eine ganz besondere Weise: Bei einem
klassischen Werk würde niemand auch nur auf die Idee kommen, die erste
Tonaufnahme für sakrosankt zu erklären. Noch dazu, wenn man deutlich
hört, dass die Musiker sich verspielt haben und ihre Instrumente
verstimmt waren. Ich kenne Leute, die so weit gehen, dass sie sich gar
keine Aufnahmen kaufen, weil sie der Meinung sind, dass Musik allein
durch ihre Aufführung lebt. In der Rockmusik ist das ganz anders: Wir
stellen das Studioalbum über die Performance und sehen in der
Studioversion das Eigentliche, Ursprüngliche, Unantastbare."
Mai 02, 2012
Keine Experimente im Tageblatt
Zur Abwechslung war ich letzten Sonntag nach langer Zeit mal wieder auf einem Konzert: Motorpsycho gaben sich in der Escher Kulturfabrik die Ehre, zusammen mit dem Jazzkeyboarder Ståle Storløkken (der hier allerdings weniger den Jazzer gab, sondern im weißen Cape an alte Rock-Helden wie Rick Wakeman und Jon Lord anknüpfte). Das klang, wie heute der Tageblatt-Rezensent im Konzert-Review schreibt, wie "Deep Purple nach dem Genuss zu vieler psychedelischer Pilze auf einem Jazz-Trip". Kurz, durchweg fantastisch.
Nun hatte der Rezensent dies jedoch eher weniger als Kompliment gemeint, als vielmehr als Verriss: offensichtlich überfordert fand der Autor das Konzert "für den gewöhnlichen Rockfan" "überaus anstrengend und auf Dauer nervtötend", "altbacken, progressiv, psychedelisch, eigensinnig und vermutlich der reinen Selbstbefriedigung geschuldet"; die Musiker "strapazierten die Nerven der Motorpsycho-Fans [!]" mit ihrem "verstörende[n] Prog-Wahn". "Viel zu eigensinnig" lautet das Fazit des Rezensenten und auch der Titel der Rezension. Wo kommen wir auch hin, wenn Musiker plötzlich Eigensinn, Originalität und Kreativität an den Tag legen?
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April 25, 2010
Fundsachen
- Was wäre wenn... Robert Crumb statt des Buches Genesis die Geschichte der Band Genesis illustriert hätte? (via Comicsbeat)
- Kevin Carson über Elinor Ostrom im neuesten Freeman.
- Achtung, Satire: Ron Paul hates white people (wie immer bei Youtube wird vor einer Lektüre der Kommentare abgeraten).
Siehe auch: Ron Paul: no friend of freedom (von 2008).
Aber auch: Noam Chomsky über "common grounds" mit Ron Paul-Unterstützern.
Und noch ein Fundstück:
- Kevin Carson über Elinor Ostrom im neuesten Freeman.
- Achtung, Satire: Ron Paul hates white people (wie immer bei Youtube wird vor einer Lektüre der Kommentare abgeraten).
Siehe auch: Ron Paul: no friend of freedom (von 2008).
Aber auch: Noam Chomsky über "common grounds" mit Ron Paul-Unterstützern.
Und noch ein Fundstück:
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Januar 17, 2010
In defense of Progressive Rock (17 und Schluss): The Day After
Die 1976/77 einsetzenden Angriffe von Punk und New Wave, und vor allem der Kritiker in der Musikpresse auf den Progressivrock hatte seine Konsequenzen. Eine ganze Reihe Bands lösten sich auf, alle anderen versuchten - ob aus Eigeninitiative oder auf Druck der Plattenfirma sei dahingestellt - einen neuen Stil zu finden [N.B. In den Zeiten vor Internet und weitestgehend ohne alternative Distributionskanäle, Independent-Labels usw. waren Pop- und Rockmusik extrem trendorientiert. Diese Tendenz nahm jedoch in den 1990ern deutlich ab. Man sieht dies ganz deutlich, wenn man Diskographien von Bands betrachtet, die seit den 1960ern aktiv sind, die bis in die frühen 1990er ständig versuchten, ihren Sound zu "aktualisieren", um chartfähig zu bleiben. Ab den 1990ern blieb dies aus, nicht zuletzt auch eine Folge der Entwicklung der Popmusik zu immer stärkerer Selbstreferenzialität].
Manche Bands verkauften mit dieser Neuausrichtung deutlich mehr Platten als zuvor, in erster Linie natürlich Genesis, deren Sänger/Schlagzeuger Phil Collins zum Liebling aller Schwiegermütter wurde und die zu einer der umsatzträchtigsten Bands des Planeten wurden. Auch deren Ex-Sänger Peter Gabriel konnte mit schlauer Popmusik Erfolge feiern. King Crimson gelang vielleicht die künstlerisch überzeugendste Transition: mit Ex-Zappa- und Bowie-Gitarristen Adrien Belew erfanden sich Fripp und Co. als New Wave/Post-Punk(in den 90ern dann: Tech-Metal)-Band neu, und machten dabei eine Musik, die man immer noch als progressiv bezeichnen konnte. Yes fusionierten - zum Schrecken ihrer Fangemeinschaft - für ein Album mit den Buggles, danach nahmen sie in einer anderen Besetzung mit 90125 eines der bestproduzierten Alben der frühen 1980er auf und konnten sich via MTV ein neues Publikum erobern. Danach verschwanden sie in der Versenkung, zumal ihre Musik in immer seichtere und uninspirierte AOR-Gefilde abdriftete, ehe sie sich in der zweiten Hälfte der 1990er darauf besannen, dass es doch ertragreicher ist, ihre 1970er-Erfolge zu recyceln.
Kansas versuchten dank dem neuen Sänger John Elefante, einem "wiedergeborenen Christen", mit christlicher Rockmusik einen neuen Zuhörerkreis erreichen. Hier mit Crossfire (1982):
Manche Bands veränderten sich zur Unkenntlichkeit. Etwa Le Orme, die sich die Haare abschnitten und auf Synthie-Pop umstiegen: Rosso di sera (1982):
Für deutsche Progbands bot es sich an, auf den Neue Deutsche Welle-Zug aufzuspringen; z.B. Grobschnitt mit Schweine im Weltall (1983):
Auch die Reaganomics hinterließen sichtbare Spuren. Wer hätte sich in den 1970ern träumen lassen, dass ausgerechnet Jethro Tull mal im Nadelanzug zu Synthesizerklängen darüber singen würden, dass Reichtum auch nicht glücklich macht (siehe auch Rush): Lap of luxury (1984):
Bei aller Ironisierung der Wall Street-Kultur der 1980er fragt man sich, ob man damit nicht auch die "Yuppies" als neue Zielkundschaft erreichen wollte.
Ende der 1970er versuchten sich auch einige Prog-Bands mit Ausflügen in die Gefilde der Disco-Musik (selbst Magma!) - immerhin teilte man sich eine Vorliebe für "symphonische Klänge" und Longtracks - was bisweilen zu seltsamen Blüten führte. Etwa bei den italienischen Prog-Urgesteinen New Trolls, die plötzlich wie die Bee Gees klangen:
Immerhin mussten sie sich die Bärte nicht abrasieren.
Disco sollte alsbald als ebenso tot gelten wie Prog. Umso beachtlicher, dass ausgerechnet 1980, auf dem Höhepunkt der homophoben und antihedonistischen "Disco sucks!"-Kampagne, dieses gemeinsame Stück von Olivia Newton-John und dem Electric Light Orchestra veröffentlicht wurde: Xanadu, dreieinhalb Minuten voll unironisch vorgetragenem Optimismus und utopischer Positivität, so zusagen der Gegenentwurf zu No future:
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Januar 09, 2010
In defense of Progressive Rock (16): Und dann gibt's da auch noch...
Rush. Die Kanadier gehören zum rocklastigeren nordamerikanischen Prog, der vor allem in der zweiten Hälfte der 1970er erfolgreich war, als die Prog-Welle in Europa bereits weitestgehend abgeschwappt war (siehe auch: Kansas). An Rush ist insoweit bemerkenswert, dass es sich um ausgesprochene Libertäre handelt und libertäres Gedankengut regelmässig in die Texte der Band einfliesst (seit dem zweiten Album allesamt vom Schlagzeuger Neil Peart verfasst). Stand Rush in den 1970ern noch eher dem randschen Objektivismus nahe - das Album 2112 ist Ayn Rand gewidmet, der Song Anthem vom Album Fly by night bezieht sich auf die gleichnamige Novelle von Rand - ohne jedoch in den moralischen Absolutismus vieler Objektivisten zu verfallen, so beschreibt sich Songwriter Peart heute als "left-leaning libertarian". 2003 widmete sich übrigens eine ganze Ausgabe der Ayn Rand Studies der Debatte über die politische Ausrichtung der Band, Auszüge findet man hier.
Rush zum Thema "...uns aus dem Elend zu erlösen, können wir nur selber tun" - Something for nothing (1976)
Ein paar bewegte Bilder: Rush - Circumstances (1978)
Im Unterschied zu den meisten britischen Prog-Bands aus den 1970ern, die heute meist nur in kleinen Clubs auf Nostalgietours durch die Lande tingeln, sind Rush auf dem amerikanischen Kontinent bis heute sehr groß. Wie groß? So groß:
Januar 02, 2010
In defense of Progressive Rock (15): Die Subgenres - Rock sinfonico italiano
Eine sehr breite und eigene Prog-Szene bildete sich in den 1970ern in Italien, das neben Großbritannien zum Zentrum der "symphonischen" Ausprägung des Progs wurde. Hier drei der bekannteren Vertreter:
Premiata Forneria Marconi - Celebration (1974)
Le Orme - Contrappunti (1974)
Banco del Mutuo Soccorso - L'evoluzione (Song von 1972, hier eine Live-Aufnahme von 1992)
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Dezember 30, 2009
In defense of Progressive Rock (14): Gastbeitrag von Alicia Keys
"Keith Emerson is the greatest thing I discovered this year. I have heard him before, but I stumbled on this clip on YouTube and really discovered him. Musically, he's mean, and he takes all of the classical sound that I love and he freaks it and he flips it on all these crazy sounds, and... I'm into him. That clip is from 1971. I watched him play organs backwards and fly up on pianos, and the piano flips around, and I swear I'm gonna do a couple o' those tricks on my next tour. It's crazy! It's unbelievable. It's one thing to play with the keyboard the right way up, but to play that way is a total different monster. That's crazy!"(aus Mojo, 194, Januar 2010).
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progressive rock
Dezember 26, 2009
In defense of Progressive Rock (13): Die Subgenres - Canterbury
Der "Canterbury-Sound" ist in etwa der kleinere und etwas schrägere Bruder des "symphonischen Progs" (Yes, Emerson, Lake & Palmer, frühe Genesis usw.). Jedoch ist es eher schwierig, den Canterbury-Sound auf eine Stilrichtung festzulegen, vielmehr handelt es sich um einen Oberbegriff für eine Reihe Musiker, die ursprünglich in der Rockszene der Universitätsstadt Canterbury in den 1960ern aktiv waren, wie z.B. Robert Wyatt, Hugh Hopper, Dave Sinclair, Dave Stewart, Steve Hillage, Kevin Ayers oder Daevid Allen. Die Fachseite Babyblaue Prog-Reviews charakterisiert den Canterbury Sound wie folgt:
"Im Canterbury-Sound spielen deutliche Jazzeinflüsse eine stärkere Rolle als bei den meisten symphonischen Bands, hingegen ist die Rockkomponente schwächer ausgeprägt. Allerdings ist es schwierig, den Canterbury-Sound musikalisch wirklich festzumachen, die Unterschiede zwischen den einzelnen Bands sind beachtlich. Quirligen Pop-Songs, wie sie die frühen Caravan boten, stehen die ausgedehnten, kompromisslosen Jazzausflüge der mittleren Soft Machine gegenüber, einer Band, die ihrerseits zuvor psychedelisch angehauchten Pop gemacht und im Swinging London als große Konkurrenz von Pink Floyd gegolten hatte. Mit in das Spektrum gehören daneben z.B. die bedingungslose Komplexität mancher Henry Cow-, Egg- und National Health-Kompositionen oder der sogenannte Space Rock von Gong."
Hier ein paar Beispiele:
Soft Machine - Why am I so short? (1968)
Gong - The Pot Head Pixies (1973)
Henry Cow - No more songs (1976)
Dezember 19, 2009
In defense of Progressive Rock (12): Have a very progressive Christmas!
Greg Lake - I believe in Father Christmas (1975)
Jethro Tull - Ring out the solstice bells (1976)
Kansas - The Light (2001)
Jethro Tull - Ring out the solstice bells (1976)
Kansas - The Light (2001)
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Dezember 12, 2009
In defense of Progressive Rock (11): Die Sub-Genres - Zeuhl
Zeuhl ist ein wenig das prog'sche Pendant zum Doom Metal: klingen dort alle Bands mehr oder weniger alle wie Variationen der frühen Black Sabbath, so bezieht sich die ganze Zeuhl-Szene ebenfalls auf eine einzige Band: Magma, die den Begriff selber geprägt haben. "Zeuhl" heisst in der von Schlagzeuger Christian Vander geschaffenen Kunstsprache Kobaïanisch soviel wie "himmlische Musik" (musique céleste). Die ersten Zeuhl-Bands, nach Magma selber, waren Ableger von Magma wie Zao und Weidorje. Später kamen Bands ohne persönlichen Verbindungen zu Vander und Magma hinzu, die vor allem versuchten dem Stil von Magma nachzueifern. Hier kann man u.a. Eskaton oder auch Shub Niggurath nennen (beide nicht zu verwechseln mit gleichnamigen Black Metal-Bands). Eine etwas eigenere Note hatten die Frank Herbert-Fans von Dün, deren einziges Album Eros 1981 erschien. Zur Illustration das Stück L'épice:
Eine ganz eigene Zeuhl-Szene hat sich ab den 1980ern in Japan um die Band Ruins gebildet. Hier ein Auszug aus dem Stück Tziidal Raszhisst von einem Nebenprojekt des Ruins-Drummers Yoshida Tatsuya namens Koenji Hyakkei (live 2008).
Dezember 06, 2009
In defense of Progressive Rock (10): Die Sub-Genres - Space Rock
Space Rock wird allgemein dem Prog zugerechnet, obwohl er gerade auf die Komplexität des Progs verzichtet. Space Rock zeichnet sich vor allem durch einen treibenden, monotonen Rhythmus aus, verbunden mit sich hypnotisch steigernden Riffs oder Melodiebögen. Dazu kommen meistens Synthies, die "Whoooosh" machen. und zum "Wir rasen durch das Weltall"-Feeling beitragen. Irgendwie ist Space Rock wie Ska: er hört sich eigentlich fast immer gleich an, jedoch funktioniert aber auch (fast) immer. Bekannteste Vertreter sind natürlich Hawkwind, hier mit Orgone Accumulator (1972).
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November 28, 2009
In defense of Progressive Rock (9): ...and then Prog Rock begat Techno
Kraftwerk - Tanzmusik (1973)
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November 21, 2009
In defense of Progressive Rock (8): Yes
Tales from topographic oceans von Yes (1974) ist vielleicht das berüchtigste Prog-Album schlechthin: ein Doppelalbum, bestehend aus lediglich vier "Songs", jeder eine Schallplattenseite lang, die der Legende nach die Vertonung einer Fußnote (!) aus der Autobiographie eines Jogi von Paramahansa Yogananda darstellen sollen. Im Gegensatz zu den Tales gilt das Jazzrock-Album Third von Soft Machine (1970), das ebenfalls aus vier seitenlangen Tracks besteht, als Kultalbum und Meisterwerk, dabei gibt es dort vergleichsweise viel "noodling" und freie Improvisationen tragen nicht unerheblich zur Länge der Stücke bei. Auch die Produktion kommt vergleichsweise schwach auf der Brust daher, während die zwanzigminütigen Stücke von Yes als durchkomponierte Einheit erscheinen und überhaupt eine starke melodische Komponente haben, die sicherlich dazu beigetragen hat, dass Yes den Wechsel vom Prog- ins Popfach in den 1980ern im Vergleich zu anderen Progbands recht gut hingekriegt haben.
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