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Mai 20, 2011

Missverständlich

Das Tageblatt titelt heute: "Obama will Palästina in den Grenzen von 1967". Kann man daraus schliessen, dass Obama sich gegen einen unabhängigen Staat Palästina wendet?

September 14, 2010

Jerusalem, anno 1918

Diesmal ohne kämpfende Mönche, dafür bewegte Bilder aus dem Jerusalem des Jahres 1918:

(via Elder of Ziyon)

September 05, 2010

Nahost-"Friedensprozess", anno 1939

... oder plus ça change, plus c'est la même chose:
"The British did not accept all the mufti's demands and were unable to bridge the gaps between Arab and Jewish positions. On 17 May they issued their new policy, the White Paper of 1939, based on the understandings they had reached with the delegations from the other Arab countries. The principal points were severe restrictions on Jewish immigration to Palestine and Jewish land purchases and agreement in principle to the establishment of an independent Palestinian state within ten years - if Jewish-Arab relations would allow proper administration of the country. On the following day the Higher Arab Committee discussed the proposal. Hajj Amin chaired the meeting, which was attended by five other members. They decided to reject the White Paper, despite the fact that it included significant gains for the Arabs. The four members who were absent from this meeting favored acceptance of the British decision; they remained in the minority. The Nashashibis' announcement that they supported the new British policy was only of marginal significance because of their political weakness. So, despite the White Paper's many benefits for Arabs, and even though most of the Arab public in Palestine viewed it as an achievement, the official Palestinian Arab leadership rejected it.
The campaign against the opposition and its leaders continued after the promulgation of the White Paper, and it did not end when the rebellion ended. Ihsan al-Nahmer, an oppositionist in Nablus, discerned after the fact that there was a pattern to the rebel actions - they killed a prominent opposition figure in each of the country's regions: Rafe' al-Fahoum in Nazareth, Dr. Anwar Shuqayri in Acre, Ahmad and Muhammad Irshein in Jenin, Hasan Sidqi al-Dajani in Jerusalem, Nassir al-Din in Hebron, and prominent leaders in the villages. This was in addition to the death sentences passed on figures such as Fakhri Nashashibi and Fakhri 'Abd Al-Hadi, which were proclaimed publicly. In this way the Husseini leadership silenced opposition political voices (although oppositionists continued to extend military and intelligence aid to the British and Zionists)."

Aus: Hillel Cohen, Army of Shadows. Palestinian collaboration with Zionism, 1917-1948, Berkeley, Los Angeles, London, 2008, S.133-134. Die Fußnoten habe ich übersprungen.

August 03, 2010

Jerusalem, anno 1854

Interessanter Bericht zur Lage in den "Heiligen Stätten" 1854, gefunden bei Karl Marx:
"Die Frage der Heiligen Stätten ist nichts anderes als die Frage eines Protektorats über die in Jerusalem angesiedelten Religionsgemeinden der griechisch-orthodoxen Christen und über die Gebäude, die sie auf dem heiligen Boden besitzen, insbesondere über die Kirche des Heiligen Grabes. Es versteht sich, daß Besitz in diesem Falle nicht Eigentum bedeutet, das den Christen durch den Koran untersagt ist, sondern nur das Recht der Nutznießung. Dieses Recht der Nutznießung schließt die anderen Gemeinden keineswegs davon aus, ihre Andacht an demselben Ort zu verrichten; die Besitzer haben keine weiteren Privilegien als das Recht, die Schlüssel zu behalten, die Gebäude instand zu halten und zu betreten, die Heilige Lampe zu entzünden, die Räume mit dem Besen zu fegen und die Teppiche auszubreiten, was im Orient ein Symbol des Besitzes ist. Ebenso wie die Christenheit an den Heiligen Stätten ihren Höhepunkt erreicht, hat auch die Frage des Protektorats daselbst ihren höchsten Ausdruck gefunden.

Teile der Heiligen Stätten und der Kirche des Heiligen Grabes sind im Besitze der Katholiken, Griechisch-Orthodoxen, Armenier, Abessinier, Syrer und Kopten. Zwischen all diesen verschiedenen Prätendenten kam es nun zu einem Konflikt. Die Souveräne Europas, die in diesem religiösen Streit eine Frage ihres Einflusses im Orient sahen, wandten sich zuerst an die Herren des Grund und Bodens, fanatische und gierige Paschas, die ihre Stellung mißbrauchten. Die Ottomanische Pforte und ihre Agenten befolgten ein höchst ermüdendes système de bascule (1), gaben abwechselnd den Katholiken, Griechisch-Orthodoxen und Armeniern recht, forderten und erhielten Gold von allen Seiten und machten sich über sie alle lustig. Kaum hatten die Türken einen Ferman zugestanden, der das Recht der Katholiken auf den Besitz eines strittigen Ortes anerkannte, als sich die Armenier mit einer noch volleren Börse einstellten und sogleich einen entgegengesetzten Ferman durchsetzten. Dieselbe Taktik wurde den Griechisch-Orthodoxen gegenüber befolgt, die es überdies verstanden, wie offiziell in verschiedenen Fermanen der Pforte und in 'hudjets' (Gutachten) ihrer Agenten bezeugt wird, sich rechtswidrige und unechte Anrechte zu verschaffen. Bei anderen Gelegenheiten wurden die Entscheidungen der Regierung des Sultans durch die Habgier und das Übelwollen der Paschas und Subalternagenten in Syrien vereitelt. Dann mußten neue Verhandlungen gepflogen, neue Kommissare ernannt und neue Geldopfer gebracht werden. Was die Pforte in früheren Zeiten aus pekuniären Beweggründen tat, tut sie heutzutage aus Furcht, um Schutz und Begünstigung zu erhalten. Nachdem sie den Forderungen Frankreichs und den Ansprüchen der Katholiken gerecht geworden ist, beeilte sie sich, Rußland und den Griechisch-Orthodoxen dieselben Bedingungen einzuräumen, um auf diese Weise einem Sturm zu entgehen, dem zu begegnen sie sich ohnmächtig fühlt. Es gibt kein Heiligtum, keine Kapelle, keinen Stein von der Kirche des Heiligen Grabes, bei denen man nicht den Versuch gemacht hätte, sie zur Entfachung eines Streits zwischen den verschiedenen christlichen Gemeinden auszunutzen.

Alle die verschiedenen christlichen Sekten, die sich um das Heilige Grab gruppieren, verbergen hinter ihren religiösen Forderungen ebenso viele politische und nationale Nebenbuhlerschaften.

Jerusalem und die Heiligen Stätten bewohnen Nationen, die sich nach ihrem religiösen Bekenntnis unterteilen in Katholiken, Griechisch-Orthodoxe, Armenier, Kopten, Abessinier und Syrier. Es gibt 2.000 Griechisch-Orthodoxe, 1.000 Katholiken, 350 Armenier, 100 Kopten, 20 Syrier und 20 Abessinier - im ganzen 3.490. Im Ottomanischen Reich zählt man 13.730.000 Griechisch-Orthodoxe, 2.400.000 Armenier und 900.000 Katholiken. Diese sind alle wiederum unterteilt. Die griechisch-orthodoxe Kirche, von der ich oben sprach, die den Patriarchen von Konstantinopel anerkennt, unterscheidet sich wesentlich von der russisch-orthodoxen, deren geistliches Oberhaupt der Zar ist, und von den Hellenen, deren Oberhäupter der König und die Synode von Athen sind. Ähnlich unterteilen sich die Katholiken in Römisch-Katholische, Griechisch-Unierte und Maroniten, die Armenier in Gregorianische und Armenisch-Katholische; denselben Teilungen unterliegen Kopten und Abessinier. Die drei an den Heiligen Stätten vorherrschenden Religionen sind die griechisch-orthodoxe, die katholische und die armenische. Die katholische Kirche, kann man sagen, repräsentiert vorwiegend lateinische Völker, die griechisch-orthodoxe Kirche Slawen, Turkoslawen und Hellenen, und die anderen Kirchen Asiaten und Afrikaner.

Man stelle sich vor, daß alle diese streitenden Völkerschaften das Heilige Grab belagern, daß die Mönche sich bekriegen und der scheinbare Gegenstand ihrer Kämpfe ein Stern aus der Grotte Bethlehems, ein Teppich, der Schlüssel zu einem Heiligtum, ein Altar, ein Schrein, ein Stuhl, ein Kissen - irgendein lächerlicher Vorteil ist!

Um einen solchen Mönchskreuzzug zu verstehen, ist es unerläßlich, erstens ihre Lebensweise und zweitens die Art ihrer Behausungen ins Auge zu fassen.
'Alle diese religiösen Abfälle verschiedener Nationen', erzählte vor kurzem ein Reisender (2), 'leben in Jerusalem voneinander abgesondert, feindlich und mißtrauisch, eine nomadische Bevölkerung, die sich ständig aus Pilgern rekrutiert und durch Pest und Elend dezimiert wird. Der Europäer stirbt oder kehrt nach einigen Jahren nach Europa zurück, die Paschas und ihre Garde gehen nach Damaskus oder Konstantinopel, und die Araber fliehen in die Wüste. Jerusalem ist ein Ort, wohin jeder einmal reist, doch wo niemand bleibt. Jeder in der heiligen Stadt erwirbt seinen Unterhalt durch seine Religion - die Griechisch-Orthodoxen oder die Armenier von den 12.000 oder 13.000 Pilgern, die jährlich Jerusalem besuchen, die Katholiken von den Subsidien und Almosen, die sie von ihren Glaubensgenossen in Frankreich, Italien etc. bekommen.'

Außer ihren Klöstern und Heiligtümern besitzen die christlichen Nationen in Jerusalem kleine Wohnräume oder Zellen, die an die Kirche des Heiligen Grabes angebaut sind und von den Mönchen bewohnt werden, die Tag und Nacht diesen heiligen Ort bewachen müssen. Zu bestimmten Zeiten werden diese Mönche in ihren Pflichten durch ihre Brüder abgelöst. Diese Zellen haben nur eine Tür, die sich nach dem Inneren des Tempels öffnet; ihre Nahrung erhalten diese geistlichen Wächter durch ein Pförtchen von außen. Die Türen der Kirche sind verschlossen und werden von Türken bewacht, die sie nur gegen Bezahlung öffnen und je nach ihrer Laune oder Habgier schließen.

Die Streitigkeiten zwischen Geistlichen sind die giftigsten, sagt Mazarin. Nun denke man sich diese Geistlichen, die nicht nur von, sondern auch in diesen Heiligtümern miteinander leben müssen!

Um das Bild zu vollenden, sei daran erinnert, daß die Väter der katholischen Kirche, die sich fast ausschließlich aus Römern, Sardiniern, Neapolitanern, Spaniern und Österreichern zusammensetzen, alle gleich eifersüchtig sind auf das französische Protektorat und es gern durch ein österreichisches, sardinisches oder neapolitanisches ersetzen möchten; die Könige von Sardinien und Neapel führen beide schon den Titel König von Jerusalem. Dazu kommt noch, daß die ansässige Bevölkerung Jerusalems etwa 15.500 Seelen zählt, worunter 4.000 Muselmanen und 8.000 Juden sind. Die Muselmanen, die etwa ein Viertel der ganzen Bevölkerung bilden und aus Türken, Arabern und Mauren bestehen, sind selbstverständlich in jeder Hinsicht die Herren, denn bei der Schwäche ihrer Regierung in Konstantinopel sind sie in keiner Weise beengt. Nichts gleicht aber dem Elend und den Leiden der Juden in Jerusalem, die den schmutzigsten Flecken der Stadt bewohnen, genannt Harêth-el-Yahud, im Viertel des Schmutzes zwischen Zion und Moria, wo ihre Synagogen liegen; sie sind unausgesetzt Gegenstand muselmanischer Unterdrückung und Unduldsamkeit, von den Griechisch-Orthodoxen beschimpft, von den Katholiken verfolgt und nur von den spärlichen Almosen lebend, die ihnen von ihren europäischen Brüdern zufließen. Die Juden sind jedoch keine Ureinwohner, sondern kommen aus verschiedenen entfernten Ländern und werden nach Jerusalem nur durch den Wunsch gezogen, das Tal Josaphat zu bewohnen und an denselben Stellen zu sterben, wo der Erlöser erscheinen soll.
'In Erwartung des Todes', sagt ein französischer Schriftsteller (3), 'leiden sie und beten. Ihre Blicke auf den Berg Moria gerichtet, wo sich einst der Tempel Salomos erhob und dem sie sich nicht nähern dürfen, vergießen sie Tränen über das Unglück Zions und ihre Zerstreuung in der ganzen Welt.'

Um das Maß der Leiden dieser Juden voll zu machen, ernannten England und Preußen 1840 einen anglikanischen Bischof in Jerusalem, dessen offen zugegebene Aufgabe ihre Bekehrung ist. 1845 wurde er fürchterlich durchgeprügelt und von Juden, Christen und Türken gleicherweise verhöhnt. Von ihm kann man tatsächlich sagen, er habe den ersten und einzigen Anlaß zu einer Einigung zwischen sämtlichen Religionen in Jerusalem gegeben.

Man wird nun begreifen, weshalb der gemeinsame Gottesdienst der Christen an den Heiligen Stätten sich auflöst in eine Folge wüster Prügeleien zwischen den verschiedenen Sekten der Gläubigen; daß sich andrerseits hinter diesen religiösen Prügeleien nur ein weltlicher Kampf nicht nur von Nationen, sondern von Völkerschaften verbirgt, und daß das Protektorat über die Heiligen Stätten, das dem Westeuropäer so lächerlich, dem Orientalen aber so überaus wichtig erscheint, nur eine der Phasen der orientalischen Frage ist, die sich unaufhörlich erneuert, die stets vertuscht, aber nie gelöst wird."
New York Daily Tribune vom 15. April 1854, hier nach MEW, 10, S.173-176.
 
(1) Schaukelsystem 
(2) Famin
(3) Famin

Hier findet man die von Marx benutzte Quelle: Histoire de la rivalité et du protectorat des Eglises chrétiennes en Orient von César Famin.

Juni 03, 2010

Eine andere palästinensische Stimme

Die sog. "anderen jüdischen Stimmen" zum Nahostkonflikt sind ja hier in Europa sehr populär, vor allem wenn sie eigene Vorurteile bestätigen. Hier zur Abwechslung mal eine andere palästinensische Stimme, direkt aus Ramallah und offenbar mit direktem Zugang zu den dortigen Machthabern, zum medial verordneten Aufregerthema der letzen Tage - wars das "irrtümliche" Zugattentat in Indien mit 148 Toten? Die Hinrichtungen von (zumeist kurdischen) "Dissidenten" im Iran? Die Hinrichtungen von (zumeist nigerianischen) Immigranten in Libyen? Gar das Niederbrennen eines Sommercamps für Kinder in Gaza? Nein, natürlich nicht. Anyway, der folgende Artikel zum "Freedom Flotilla"-Desaster stammt von der französischsprachigen, israelisch-arabischen und sehr anti-antizionistischen Nachrichtenagentur Metula News Agency (dank an CK von LfL für den Link):

"Ils ont eu ce qu'ils étaient venus chercher
par Sami El Soudi
Ismaïl Haniya, le chef du Hamas à Gaza, n’aurait pas pu être plus clair, hier, lors d’une harangue, en annonçant que si la flottille parvenait à Gaza, ce serait un grand succès pour le Hamas ; et si elle était interceptée par la marine israélienne, ce serait un succès tout aussi important. Pour le leader islamiste, sa cause était gagnante dans tous les cas de figure.

Disons les choses les plus importantes, celles qui permettent de comprendre une situation : il n’y a aucune pénurie dans le califat, ni de denrées de base, ni de carburant, ni de matériel médical, pas plus que de biens de consommation courants, qui ne sont pas de première nécessité.

Le ferry turc Mavi Marmara transportait 10 000 tonnes d’aide humanitaire et de matériaux divers vers la Bande. Israël a, de son côté, acheminé des millions de tonnes de marchandises vers la même destination, permettant ainsi à une population d’un million trois cent mille personnes de vivre correctement depuis janvier 2009 jusqu’à présent.

L’Egypte et Israël, et non pas Israël uniquement, ont décidé d’un blocus sur l’approvisionnement des marchandises permettant de confectionner des armes ou des constructions fortifiées à usage militaire.

Les matériaux nécessaires à la construction ne sont pas sujets à l’embargo, mais ils sont livrés par projet, selon une quantification préalablement établie.

L’Egypte a interdit tout transit de militants pro-islamistes par son territoire, après que les membres d’une caravane maritime précédente, autorisés à débarquer à El-Arish dans le Sinaï, y ont déclenché des émeutes, coûtant la vie à un policier.

Pour sa part, l’Etat hébreu permet et encourage la fourniture d’aide à Gaza, à la condition que le matériel soit débarqué et contrôlé dans le port d’Ashdod, avant d’être acheminé par routage vers la Bande.

Au vu de ces éléments, la flottille, qui battait pavillon turc, ne poursuivait aucun objectif humanitaire digne de ce nom. Comme ses instigateurs l’avaient annoncé dimanche, leur but réel consistait à forcer le blocus imposé au Hamas.

Certains observateurs se demandent aujourd’hui quelle est la raison qui a poussé les Israéliens à empêcher les six embarcations arraisonnées de se rendre à Gaza, avançant que l’enjeu ne valait pas l’écho médiatique très négatif suscité par leur appontage, ni les blessures et les morts infligées lors de l’opération.

A question claire réponse claire : le projet affiché par les perceurs de blocus, avec la bénédiction de la Turquie, de l’Iran, d’Al-Qaeda, du Hamas et des Frères musulmans, consistait, suite à cette mission, à établir un pont maritime continu avec Gaza. D’autres navires sont déjà en cours d’affrètement.

D’ailleurs, le "mouvement de la résistance islamique" n’a pas abandonné cette idée : en réponse aux événements de la nuit, le Hamas s’est adressé à tous les Etats qui participeront au Conseil extraordinaire des ambassadeurs de la Ligue Arabe.

Il les prie de fournir chacun deux paquebots, qui, ensemble, tenteraient prochainement, à nouveau, de forcer la claustration de Gaza.

Cette initiative n’a aucune chance d’aboutir, de nombreux pays arabes, comme l’Egypte, n’étant absolument pas prêts à participer à la propagande des islamistes.

Officieusement, et j’étais à la Moukata de Ramallah (siège du gouvernement de l’Autonomie Palestinienne) tôt ce matin pour le constater, comme dans beaucoup de capitales sunnites, on a vigoureusement applaudi à l’annonce de l’arraisonnement du convoi.

Officiellement, la démarche est fort différente : on s’efforce d’afficher la solidarité panarabe et d’utiliser l’isolement des Hébreux pour marquer des points sur le tableau des négociations. C’est ainsi, comble d’hypocrisie, que le Président Mahmoud Abbas a déclaré un deuil de trois jours sur les territoires qu’il dirige.

L’Autorité a également demandé à l'administration américaine une "intervention d'urgence pour mettre un terme aux crimes israéliens".

Ce soir, le cabinet palestinien se réunira et il pourrait bien décider de quitter les discussions de proximité.

Les personnes logiques demanderont quel lien peut exister entre l’abordage de la flottille et les négociations de paix. Je ne connais pas la réponse à cette interrogation ; je suis même porté à penser que la conduite desdites tractations face à un Israël isolé augmenterait la marge de manœuvre de l’Autorité. Mais il semble bien que je n’y entende rien aux fruits de l’intelligence supérieure de nos leaders.

Dans les couloirs de la Moukata, c’est le vrai délire : d’une part, c’est l’euphorie face à l’impossibilité du Hamas et de ses amis de briser le siège de Gaza.

Est-il encore besoin de rappeler que l’AP a été boutée hors de la Bande par un putsch sanglant réalisé par la "la résistance islamique" ?

Que tant que Gaza ne sera pas libérée de l’emprise islamiste, quel que soit l’état d’avancement des pourparlers avec Israël et l’Amérique, il sera matériellement impossible de déclarer l’indépendance d’un Etat palestinien. Ou alors, il faudrait déclarer deux Etats palestiniens, pour trois millions et demi de citoyens ?

Que, pas plus tard que la semaine dernière, le Hamas a encore passé par les armes des malheureux, jugés coupables, après des simulacres de procès, de collaboration avec Israël. En vérité, il s’agit d’une méthode propre à Hanya pour se débarrasser de sympathisants du Fatah et pour en terroriser d’autres.

Tant que le blocus se maintient, le Hamas n’est pas en situation de reconstruire la Bande et se trouve incapable d’asseoir définitivement son régime. Que le pont maritime s’instaure, et Hanya et Mashal n’auraient plus rien à faire d’Abbas et Fayyad, et pourraient repartir à la conquête de la Cisjordanie.

Pour ces raisons stratégiques vitales, l’intervention israélienne de cette nuit était absolument indispensable à l’AP, plus même qu’à Israël.

L’autre raison qui poussait à l’euphorie, ce matin à Ramallah, était la constatation de l’empêtrement international d’Israël, qui donnait des ailes à certains "poètes" de l’establishment palestinien. C’est qu’à la Moukata, on a pris l’habitude de détester tout le monde, à commencer par le Hamas, puis, dans l’ordre, Israël, l’Egypte, les Etats-Unis, les Russes et les Européens.

On se sent supérieur à tous. Plus fin... Au point d’entendre un ministre, cet après-midi, proposer une offensive diplomatique visant à exclure l’Etat hébreu de l’ONU. Un autre suggérait d’exiger que les Nations Unies imposent un embargo économique total à Jérusalem, et je vous préserve des idées plus farfelues encore que mes pauvres oreilles ont entendues aujourd’hui.

Jusqu’au coup de fil de l’officier de liaison israélien habituel, qui a passé le message à Abou Mazen suivant lequel, au cas où Ramallah tenterait de profiter exagérément de la situation afin d’augmenter la pression sur Jérusalem, Israël répliquerait par un très sérieux tour de vis.

Il semble que l’officier en question ait énuméré certaines des dispositions envisagées, car, après son intervention, j’ai trouvé les ministres pâles et calmés.

Il faut dire que les gringos [les Occidentaux. Ndlr.] avaient indirectement encouragé les digressions fantaisistes par la violence de leurs critiques de l’intervention des commandos israéliens. La palme en la matière revenant sans conteste à la baronne Catherine Ashton, la responsable des Affaires Etrangères et de la Politique de Sécurité de l’Union Européenne.

Mme Ashton a déjà réclamé par téléphone à son homologue israélien, Avigdor Lieberman, "une ouverture immédiate et sans conditions de Gaza".

J’ai un grand respect pour les dames et pour la noblesse, aussi me contenterai-je de poser trois hypothèses relativement à cette réaction : soit Mme Ashton est islamiste active, soit elle est antijuive, soit, encore, elle... n’occupe pas, au sein de l’Union Européenne, le poste correspondant à ses capacités.

Sinon, j’aimerais qu’elle explique en quoi le désenclavement du régime islamofasciste de Gaza servirait les intérêts de l’UE ou la paix du monde.

Un monde qui accepte avec une facilité déconcertante que les assassins du Hamas prennent des poses de victimes. Comme s’ils n’avaient pas mérité le tonnerre qui s’est abattu sur leur figure durant l’hiver 2008-2009. Comme si cette organisation avait une relation quelconque avec les espoirs de paix au Moyen-Orient. Comme s’il fallait l’aider à provoquer Israël et l’Egypte. Comme si cela aiderait à quoi que ce soit de la voir sortir triomphante de son encerclement salutaire.

Comme si la pénurie faisait réellement rage à Gaza !

Il faut que Mme Ashton et ses collègues des Affaires Etrangères de l’UE disent s’ils ont quelque notion de stratégie globale, ou s’ils mènent la politique extérieure de l’Union uniquement en fonction de considérants humanitaires. En tout cas, dès qu’Israël est impliqué.

C’est moi qui ai demandé à notre rédacteur en chef d’écrire l’article sur l’arraisonnement de la flottille des pseudos pacifistes et des vrais supporters du fanatisme islamiste.

Parce qu’en tant que Palestinien, je suis naturellement le plus directement concerné par cette affaire. Parce que ce lundi, j’ai honte de mon "gouvernement" et que je doute qu’il puisse jamais me procurer l’Etat dont je rêve et auquel j’ai droit, de mes frères arabes et de la simili-crédulité du monde à l’égard des terroristes. (...)"
(Den Rest des Artikels kriegt man bei Abonnierung auf dieser Seite: Metula News Agency)