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November 29, 2011

Sir Humphrey wird Minister

"Êtes-vous plutôt un fonctionnaire ou un homme politique?
Fonctionnaire, sans aucun doute."
Etienne Schneider, Berater im Wirtschaftsminister, Verwaltungsratspräsident bei NewCo (heute Enovos und Creos) und der Société électrique de l'Our, am 16. Februar 2009 im Le Quotidien (link).

"Je suis d'abord un homme politique avant d'être un technocrate."
Etienne Schneider, angehender Wirtschaftsminister der Sozialistischen Arbeiterpartei, lessentiel.lu, 29. November 2011 (link).

Oktober 14, 2011

Alles klar, Herr Kommissar?

"Wie schon Kommissionspräsident José Manuel Barroso forderte der EU-Binnenmarktkommissar [Michel Barnier], gerade in der Krise müsse Europa auf [sic] seine Unabhängigkeit und Souveränität verteidigen: 'Wir müssen vermeiden, ein Subunternehmen der Chinesen und der Amerikaner zu werden'."
"Drei große Lehren ziehen", Luxemburger Wort vom 14. Oktober 2011.

"Eindringlich warnte Barnier vor einem 'Rückfall in nationales, wenn nicht gar nationalistisches Denken, Protektionismus sowie Populismus'."
"Drei große Lehren ziehen", Luxemburger Wort vom 14. Oktober 2011.


Satire

Die Tochter des früheren EU-Kommissionspräsidenten Jacques Delors, die auch Bürgermeisterin der Stadt Lille, einer der grössten französischen Städte, und frühere Ministerin ist, bezeichnet ihren Opponenten Hollande als "Kandidaten des Systems":

September 28, 2009

Völker, hört die Signale! Auf zum jüngsten Gericht!

"During a visit to the sacred city of Mashhad in northern Iran, Venezuelan President Hugo Chavez said to his host, Iranian President Mahmoud Ahmadinejad, that Jesus and the Mahdi (the Shi'ite messiah) will arrive soon and establish justice in the world.
Chavez also said that, starting October 2009, Venezuela will export to Iran 20,000 barrels/day of refined oil, at a cost of $200 million.

Source: Mehr (Iran), September 6, 2009"

(via Memri)

Juli 08, 2009

Schock! Nicht mal Papst kann Weltwirtschaftskrise beheben!

Wenn man in der heutigen taz die deutschen Reaktionen zur päpstlichen Enzyklika Caritas in veritate liest, kann man nur staunen. Offenbar musste der Papst dem Anspruch Genüge tun, die Weltwirtschaftskrise im Alleingang zu lösen:
"Der religionspolitische Sprecher der 'Linken'-Bundestagsfraktion, Bodo Ramelow, begrüßte zwar die 'klare Äußerung' des Papstes: 'Leider bleibt die Enzyklika in Fragen konkreter Maßnahmen hinter den Erwartungen zurück.' CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla sagte, die Enzyklika mache deutlich, dass unternehmerische Freiheit und Initiative so wichtig seien wie soziale Verantwortung und die Ausrichtung der Wirtschaft an den Interessen von Mensch und Umwelt. Bernhard Emunds, Professor für Christliche Gesellschaftsethik der Jesuiten-Hochschule Sankt Georgen bei Frankfurt (Main), kritisierte, längst überfällige und erwartete Aussagen zum Klimawandel finde man in dem Text fast gar nicht. Auch die Aussagen zu Ursachen und Lösungschancen für die Finanzkrise hätten eine zu starke 'individualistische Schlagseite' [sic!]. Die Ideen zur Regulierung der Finanzkrise wirkten 'hilflos'. Auch der Sozialethiker Friedhelm Hengsbach sagte: 'Gerade die Probleme der Finanzmärkte sind ziemlich schwach und blass dargestellt. Es gibt keine konkreten Anweisungen oder konkrete Orientierungen, wie sie gelöst werden sollen.' "

Währenddessen beschließt das Möchtegern-Zentralkomitee des Weltkapitalismus, dessen Beschlüsse sich bis dahin vor allem dadurch auszeichneten, rein gar keine Folgen gehabt zu haben, in einem Anfall von Hybris, dass die Weltdurchschnittstemperatur bis 2050 oder so herum um maximal 2 Grad Celsius zu steigen hat. Ob das real existierende Klima sich an diesen epochemachenden Beschluss hält, ist zwar mehr als fraglich, jedoch ist die Weltöffentlichkeit erstmal happy über dieses "wichtige Signal", obwohl auch in diesem Zusammenhang natürlich mehr "konkrete Anweisungen" gewünscht werden.

Berichtigung [10.7.09]: Nicht bis 2050 sondern bis Ende des Jahrhunderts soll's 2 Grad wärmer werden, und zwar nicht im Vergleich zu heute, sondern zum "vorindustriellen Zeitalter". Siehe hierzu auch Maxeiner und Miersch in Springers Welt.

Juni 23, 2009

Verantwortlicher für die Krise endlich gefunden

Ausgerechnet der keynesianische Vorzeigeökonom und Nobelpreisträger Paul Krugman ist an allem Schuld, wie Lew Rockwell kürzlich enthüllt hat. Krugman hatte 2002 in einem Kommentar in der New York Times Alan Greenspan ans Herz gelegt, eine Immobilienblase als Gegengift zur Dot-com-Blase zu inszenieren:
"The basic point is that the recession of 2001 wasn't a typical postwar slump, brought on when an inflation-fighting Fed raises interest rates and easily ended by a snapback in housing and consumer spending when the Fed brings rates back down again. This was a prewar-style recession, a morning after brought on by irrational exuberance. To fight this recession the Fed needs more than a snapback; it needs soaring household spending to offset moribund business investment. And to do that, as Paul McCulley of Pimco put it, Alan Greenspan needs to create a housing bubble to replace the Nasdaq bubble."
Mehr darüber hier.

Juni 18, 2009

Von einer Theokratie zur nächsten

Während die iranische Theokratie gerade zwischen ihren inneren Widersprüchen zerrieben zu werden scheint (mal schauen wie's ausgeht), befindet sich eine andere Theokratie erst an ihrem Anfang.
Aber der neue Messias ist offenbar noch nicht ganz unfehlbar.