Posts mit dem Label philosophie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label philosophie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mai 03, 2013

127 Jahre Ixigrec

Undatierte Postkarte des L'En-Dehors (Quelle und mehr hierzu: http://cartoliste.ficedl.info/mot2438.html?lang=fr)
Mehr zu Robert Collino alias Ixigrec: http://militants-anarchistes.info/spip.php?article929

Mai 05, 2012

199 Jahre Søren Kierkegaard, 194 Jahre Karl Marx


"Gleich wie das innerliche Licht der spiritualen Mystik in Münzers Theologie der Revolution zur verzehrenden Flamme wird, so schlägt der Funke von Hegels Philosophie zum Feuer der revolutionären Lohe von Marx um. 'Die innere Selbstgenügsamkeit und Abrundung ist gebrochen. Was innerliches Licht war, wird zur verzehrenden Flamme, die sich nach außen wendet. So ergibt sich die Konsequenz, daß das Philosophisch-Werden der Welt zugleich ein Weltlich-Werden der Philosophie, daß ihre Verwirklichung zugleich ihr Verlust' [vgl. MEW, 40, S.328] ist. Bisher frei schwebende Hoffnungen werden plötzlich diesseitig weltlich, innerlich gehegte Träume werden nach außen gekehrt und erfüllen mit besonderer Wucht das Geschehen der Geschichte.

Während jedoch Thomas Münzer in seiner Kritik der mittelalterlichen Welt beide Elemente, das religiöse und soziale, vereinigt, wird am Ende der bürgerlichen Welt die Kritik getrennt vom Marx und Kierkegaard geführt. Am Ende der bürgerlichen Welt verkünden Marx und Kierkegaard, kurz vor 1848, den endgültigen Bruch der bürgerlichen Gesellschaft: Marx im Kommunistischen Manifest (1847), Kierkegaard in der Literarischen Anmeldung (1846). So fern Marx und Kierkegaard einander scheinen, so nahe sind sie miteinander im gemeinsamen radikalen Angriff gegen die bürgerliche Gesellschaft und im Entspringen aus Hegel verwandt. (...) Der Gegensatz von Marx und Kierkegaard stellt, wie Löwith erweist, nur zwei Seiten einer identischen Kritik und gemeinsamen Zerstörung der bürgerlich-christlichen Welt dar. Zur Revolution der bürgerlich kapitalistischen Welt stürzt sich Marx auf die Masse des Proletariats, auf die wirtschaftliche Existenz der Masse, während Kierkegaard in seinem Kampf gegen die bürgerlich-christliche Welt alles auf den Einzelnen stellt. Dem entspricht, daß für Marx die bürgerliche Gesellschaft eine Masse von 'vereinzelten Einzelnen' ist, in welcher der Mensch seinem Gattungswesen entfremdet ist, während für Kierkegaard die Christenheit ein massenhaft verbreitetes Christentum ist, in dem niemand die Nachfolge Christi ernst nimmt. Marx richtet seine Kritik auf die Selbstentfremdung, die für die Menschen der Kapitalismus ist, und für Kierkegaard richtet seine Kritik auf die Selbstentfremdung, die für die Christen die Christenheit ist."
(Jacob Taubes, Abendländische Eschatologie (1947), hier zitiert nach der Ausgabe Berlin, 2007, S.224-225).

Januar 27, 2012

237 Jahre Friedrich Wilhelm Joseph Schelling

§9. Das Ich läßt sich anders nicht, als bloß insofern es unbedingt ist, bestimmen, denn es ist bloß durch seine Unbedingtheit, bloß dadurch, daß es schlechterdings nicht zum Ding werden kann, Ich. Es ist also erschöpft, wenn seine Unbedingtheit erschöpft ist. Denn, da es bloß durch seine Unbedingtheit ist, so würde es eben dadurch aufgehoben, wenn irgend ein von ihm denkbares Prädikat anders als durch eine Unbedingtheit denkbar wäre, also dieser entweder widerspräche, oder noch irgend etwas Höheres, in dem sie beide, das Unbedingte und das vorausgesetzte Prädikat, vereinigt wären, voraussetzte.
Das Wesen des Ichs ist Freiheit, d.h. es ist nicht anders denkbar, denn nur insofern es aus absoluter Selbstmacht sich, nicht als irgend Etwas, sondern als bloßes Ich setzt. Diese Freiheit läßt sich positiv bestimmen, denn wir wollen keinem Ding an sich, sondern dem reinen, durch sich selbst gesetzten, sich allein gegenwärtigen, alles Nicht-Ich ausschließenden Ich Freiheit zuschreiben. Dem Ich kommt keine objektive Freiheit zu, weil es gar kein Objekt ist; sowie wir das Ich als Objekt bestimmen wollen, zieht es sich in die beschränkteste Sphäre und unter die Bedingungen der Wechselbestimmung zurück – seine Freiheit und Selbständigkeit verschwindet. Objekt ist nur durch Objekt, und nur insofern, als es an Bedingungen gefesselt ist, möglich – Freiheit ist nur durch sich selbst, und umfaßt das Unendliche.
Wir sind also in Ansehung objektiver Freiheiten nicht unwissender, als wir es in Rücksicht auf jeden Begriff sind, der sich selbst widerspricht. Unfähigkeit aber, einen Widerspruch zu denken, ist keine Unwissenheit. Jene Freiheit des Ichs läßt sich also auch positiv bestimmen. Sie ist für das Ich nichts mehr und nichts weniger, als unbedingtes Setzen aller Realität in sich selbst durch absolute Selbstmacht. – Negativ bestimmbar ist sie als gänzliche Unabhängigkeit, ja sogar als gänzliche Unverträglichkeit mit allem Nicht-Ich. Ihr verlangt, daß ihr euch dieser Freiheit bewußt seid? Aber bedenkt ihr auch, daß erst durch sie all euer Bewußtsein möglich ist und daß die Bedingung nicht im Bedingten enthalten sein kann? Bedenkt ihr überhaupt, daß das Ich, insofern es im Bewußtsein vorkommt, nicht mehr reines absolutes Ich ist, daß es für das absolute Ich überall kein Objekt geben, und daß es also noch viel weniger selbst Objekt werden kann? – Selbstbewußtsein setzt die Gefahr voraus, das Ich zu verlieren. Es ist kein freier Akt des Unwandelbaren, sondern ein abgedrungenes Streben des wandelbaren Ichs, das, durch Nicht-Ich bedingt, seine Identität zu retten und im fortreißenden Strom des Wechsels sich selbst wieder zu ergreifen strebt[...]; (oder fühlt ihr euch wirklich frei beim Selbstbewußtsein?). Aber jenes Streben des empirischen Ichs, und das daraus hervorgehende Bewußtsein wäre selbst ohne Freiheit des absoluten Ichs nicht möglich, und die absolute Freiheit ist als Bedingung der Vorstellung ebenso notwendig, wie als Bedingung der Handlung. Denn euer empirisches Ich würde niemals streben, seine Identität zu retten, wenn nicht das absolute ursprünglich durch sich selbst aus absoluter Macht als reine Identität gesetzt wäre.
Wollt ihr diese Freiheit als eine objektive erreichen, so schlägt euch dies immer fehl, ihr mögt sie dadurch begreifen oder widerlegen wollen; denn eben darin besteht sie, daß sie alles Nicht-Ich schlechthin ausschließt.
Das Ich kann durch keinen bloßen Begriff gegeben sein. Denn Begriffe sind nur in der Sphäre des Bedingten, nur von Objekten möglich. Wäre das Ich ein Begriff, so müßte es etwas Höheres geben, in dem er seine Einheit – etwas Niedereres, in dem er seine Vielheit erhalten hätte, kurz: das Ich wäre durchgängig bedingt. Mithin kann das Ich nur in einer Anschauung bestimmt sein. Aber das Ich ist nur dadurch Ich, daß es niemals Objekt werden kann, mithin kann es in keiner sinnlichen Anschauung, also nur in einer solchen, die gar kein Objekt anschaut, gar nicht sinnlich ist, d.h. in einer intellektualen Anschauung bestimmbar sein. – Wo Objekt ist, da ist sinnliche Anschauung, und umgekehrt. Wo also kein Objekt ist, d.i. im absoluten Ich, da ist keine sinnliche Anschauung, also entweder gar keine, oder intellektuale Anschauung. Das Ich also ist für sich selbst als bloßes Ich in intellektualer Anschauung bestimmt.
Ich weiß es recht gut, daß Kant alle intellektuale Anschauung geleugnet hat; aber ich weiß auch, wo er dies getan hat, in einer Untersuchung, die das absolute Ich überall nur voraussetzt, und aus vorausgesetzten höheren Prinzipien nur das empirisch-bedingte Ich, und das Nicht-Ich in der Synthesis mit dem Ich, bestimmt. Ich weiß es ebenso, daß diese intellektuale Anschauung, sobald man sie der sinnlichen verähnlichen will, durchaus unbegreiflich sein muß, daß sie überdies ebensowenig als die absolute Freiheit im Bewußtsein vorkommen kann, da Bewußtsein Objekt voraussetzt, intellektuale Anschauung aber nur dadurch möglich ist, daß sie gar kein Objekt hat. Der Versuch also, sie aus dem Bewußtsein zu widerlegen, muß ebenso sicher fehlschlagen, als der Versuch, ihr durch dasselbe objektive Realität zu geben, was nichts anderes hieße, als sie schlechterdings aufheben.
Das Ich ist nur durch seine Freiheit, mithin muß alles, was wir vom reinen Ich aussagen, durch seine Freiheit bestimmt sein.
Aus: F.W.J. Schelling, "Vom Ich als Prinzip der Philosophie" [1795], Werke, Band 1, Leipzig, 1907, S.31-34.

April 04, 2011

192 Jahre William Batchelder Greene

Eine der ungewöhnlicheren Figuren des amerikanischen Individualismus und Individualanarchismus des 19. Jahrhunderts war der unitarische Pastor William Batchelder Greene, der, neben seinen zahlreichen religiösen, philosophischen und mathematischen Schriften auch als erster den Proudhonschen Mutualismus in den USA verbreitete, wobei mehr noch als Proudhon vor allem Pierre Leroux einen maßgeblichen Einfluss auf Greene ausübte. Auch die folgende Textpassage aus dem 1849 in Boston erschienenen geschichtsphilosophischem Werk Remarks on the science of history; followed by an a priori autobiography über das alte Problem Freiheit und Notwendigkeit zeugt vom Lerouxschen Einfluss:

"One evening, while I was in a reclining posture, meditating upon Free Will and Fate, I fell into a sort of trance: I was neither awake nor asleep, but in a state bordering on ecstacy. At once, all distinct thought vanished from my mind, no object presented itself to my imagination ; but the abyss, with all its emptiness spread itself before me, Then came a certain something that was invisible, untangible, altogether vague, without character, undefinable, which seemed to be premonitory of something that was to follow. After this, I felt the essential Being, which is my soul, the I, moving itself as it were blindly forward into the Abyss. I became at once conscious of my hidden potential Being, though not of its faculties. Immediately, objects and images started up to my imagination, and the potential force instantly so coalesced with them, that I was conscious of nothing but the contemplation in imagination of the representation of a well known locality.

I had little difficulty in finding the meaning of these phenomena. I saw, at once, that all my trouble had come from my neglect to apply a sufficient stress of logic, when I endeavored to trace out the consequences of the simple and evident fact that I was a relative, and not an absolute, efficient cause. It is hard to reconcile Liberty and Necessity in a statement in words, but the reconciliation is very simple in fact. It is impossible, by any arithmetical process, to extract the square root of two exactly ; nevertheless, there is a square root of two, and it may be constructed geometrically with perfect exactness ; for the hypothenuse of a right angled triangle, having each side of the right angle equal to one, is exactly the square root of two. Every act of life is a perfect practical reconciliation of the powers of free will and destiny. In fact, Life may be defined as that which practically reconciles liberty and necessity. Every act of life is, at once, free and necessitated : free, because it is originated by an efficient cause acting by its own power, necessitated because this cause acts in concurrence with the circumstances falling under the dominion of Destiny. It is necessitated, because no Vital Principle can manifest itself, that is live, except in relations to that which it contradistinguishes from itself. "We cannot ask whether man be free or determined, in his actions ; for he is at once free and determined. The true question is this : How far is man free, and how far is he determined in his actions ? Every act of man is on one side free, because that side is originated by the self-acting power of the soul ; and on the other determined, because that other side is regulated by conditions originating in the Order of Destiny.

The soul may be compared to a fountain of water : if this fountain be situated in empty space, and well forth into an infinite vacuum, without bottom, without sides, if it be subjected to no law, it will become infinitely attenuated, it will flow as it were, no where, and will produce no effect, because there will be nothing on which it can produce an effect ; in like manner the soul, considered by itself apart, in its potential state, though perfectly free, will do nothing ; because there is no reason why it should do one thing rather than another. A perfect Liberty, that is, a Will that is determined by nothing but itself, will do nothing whatever, but remain always in the potential state - it will remain dead ; that is, without manifestation and activity, in which life consists. But, if this fountain of water be situated on the surface of the earth, where it can work its way between hard banks, it will be confined, limited, and will roll on, a noble and majestic river, taking its chara cter from the country through which it passes, and itself conferring a character upon the country wherever it flows. Alone, and by itself, the soul, though containing immeasurable capabilities, is altogether imperceptible ; but, defined and limited by the objects with which it enters into relation, it manifests itself, and becomes as the noble river.

As the soul may overcome Destiny in the outward course of nature, by studying its Laws, by understanding it, and then make a mere servant of it by bringing (through the originative power of our own souls) new principles into its fatal wheel of operation, thus cultivating it, making it bring forth what we please, even as we cultivate a field, gathering fruit from it, according to the seed we sow, - so the soul may overcome Destiny in the nearer sphere of our own bodies, by operating in like manner toward it. The soul may make a servant of Destiny, but cannot separate its actions from the movement of fatality ; and it is well for us that this is so, for Destiny is the most useful servant and instrument that is given to man : it is a present worthy of the Universal Power.

If a man live according to his instinctive tendencies, he will be moved by the impulse of nature, and will be, like the animals, under the control of Destiny. If he live according to his ruling passions, he will have escaped, to a certain extent, from the power of Destiny ; because he will live under powers which are destiny transformed by the action of his own efficient nature. If he live according to Wisdom, according to the results of the action of his intelligence upon the facts gathered from experience, and treasured up in his memory, he will be free, and Destiny will be his slave.
Upon further meditation, I found that these were far from being the only conclusions which a fair logic might draw from the principle that our life is the activity of a relative efficient cause. - This activity, which is our Life, is the relation itself which subsists between us and the object in concurrence with which we live : and this is but another statement of the magnificent formula of Pierre Leroux, that All Life Is At Once Subjective And Objective."
William Batchelder Greene, Remarks on the science of history; followed by an a priori autobiography, Boston, 1849, S.92-96.

August 12, 2010

90 Jahre Bernard Voyenne

Nach Volins Synthese gestern, begehe ich heute den Geburtstag von Bernard Voyenne, dem  Historiker des Föderalismus, Proudhonianer und Weggefährten Camus', der heute 90 geworden wäre (Voyenne ist am 22.12.2003 verstorben), folgerichtig mit Voyennes Kritik an der Synthese (nicht nur der anarchistischen):

"Il convient ici de se souvenir de la si juste notation de Sainte-Beuve, selon laquelle Proudhon - plutôt que de s'épuiser à percer les arcanes de la dialectique hégélienne - aurait dû se tourner d'emblée vers Pascal, dont il était plus proche encore qu'il ne le croyait. Conseil qui avait été suivi (sans que l'étude inachevée du subtil critique en fasse état) dès la deuxième édition de la Justice (1860), où il dit très précisément:
'A l'exemple [de Hegel], j'avais adopté l'idée que l'antinomie devait se résoudre en un terme supérieur, la synthèse, distinct des deux premiers, la thèse et l'antithèse: erreur de logique autant que d'expérience, dont je suis aujourd'hui revenu. L'ANTINOMIE NE SE RESOUT PAS: là est le vice fondamental de toute la philosophie hégélienne. Les deux termes dont elle se composent SE BALANCENT, soit entre eux, soit avec d'autres termes antinomiques...'
Et, dans une note finale, il recourt à une comparaison très éclairante pour notre propos: 'Les termes antinomiques ne se résolvent pas plus que les pôles opposés d'une pile électrique ne se détruisent (...); ils ne sont pas seulement indestructibles, ils sont la cause génératrice du mouvement, de la vie, du progrès; le problème consiste à trouver, non leur fusion, qui serait la mort, mais leur équilibre, sans cesse instable, variable selon les développements mêmes des sociétés.' Dès lors sa pensée ne changera plus.

Comme Miguel de Unamuno (1) l'a remarqué avec profondeur, la logique de Pascal 'n'était pas une dialectique mais une polémique; il ne cherchait pas une synthèse entre la thèse et l'antithèse: il restait comme Proudhon, un autre pascalien à sa manière, dans la contradiction.' Inspiré par la vision augustinienne du pôle positif des hérésies, ce contrepoison au fanatisme religieux est transposable à tous les domaines. La vérité, telle que les hommes  peuvent espérer la rejoindre, est comparable à une empreinte qui doit se passer du relief au creux, et inversement, pour être fidèle à l'original. Ou encore ces Janus à double visage, que l'art moderne a créés pour représenter la totalité du réel. Ces métaphores statiques sont néanmoins insuffisantes pour rendre compte du mouvement qui, allant de la question à la réponse et de l'affirmation à la contre-affirmation, gravit une spirale ascendante jamais arrêtée, ni jamais recommencée.
Si authentique que soit dans le désir d'objectivité (et ce n'est déjà pas fréquent) chacun de nous - engoncé dans ses préjugés, ses intérêts et ses passions grandes ou minuscules - n'a jamais que des points de vue. Isolés, ceux-ci sont hors d'état d'être efficacement communiqués et, dans le meilleur des cas, ne font qu'approcher ce que nous voulons dire. Seule la confrontation à d'autres façons de penser permet une mise en perspective, et par là un relief, capables d'approcher la complexité du réel. Comprendre, c'est englober.
Toute affirmation partielle (il ne saurait évidemment y en avoir d'autres) est par définition une erreur et aucune proposition, si juste soit-elle en apparence, ne peut être retenue même à titre provisoire si elle n'a pas été soumise à l'objection. Sed contra est, devaient impérativement ajouter les scolastiques à chaque étape de leur raisonnement, introduisant par là un interlocuteur imaginaire auquel ils devaient répondre avant d'aller plus en avant. La démarche scientifique ne procède pas autrement.
Qui se borne à monologuer 'suit son idée' et ne suit qu'elle. C'est le vertige absolutiste dont étaient atteints - pour leur malheur et surtout celui de leurs contemporains - un Néron, un Robespierre, un Staline ou un Hitler. Les formes extérieures peuvent changer, mais la prétention d'avoir raison à soi seul est identique chez tous. Ces tyrans sont devenus sourds pour n'avoir entendu que leur propre voix, paranoïaques à force de s'adorer eux-mêmes. Ivres du pouvoir qu'ils se sont attribué, domineraient-ils la terre entière ils ne seront toujours que leur clone, l'ombre hypertrophiée de leur personnage. C'est pourquoi leur appétit de puissance finit par se dégrader en incapacité d'agir.
Sans aller jusqu'à ces mannequins du néant, le bateleur politique, l'avocat s'identifiant par principe à la cause de son client, sont dangereusement exposés au vertige simplificateur qui les pousse à la suppression de l'adversaire. Y a-t-il en effet façon plus expéditive de triompher que de nier ce qui fait problème? On n'a alors fait disparaître qu'une ombre, sans se rendre compte que tout est mensonge dans ce jeu de miroirs et de dupes. Qui refuse de se battre a perdu d'avance; mais qui prétend vaincre sans avoir mené un vrai combat se dupe lui-même et n'a jamais quitté ses fantasmes."

(1) L'agonie du christianisme, trad. fr., Paris, Rieder, 1925, p.117.

Auszug aus "Pascal - Proudhon - Péguy", in Bernard Voyenne, Proudhon et Dieu. Le combat d'un anarchiste, Paris, 2004, S. 154-156.

Mai 03, 2010

124 Jahre Ixigrec

Anlässlich des heutigen Geburtstags Robert Collinos, besser bekannt unter dem Pseudonym Ixigrec (XY), Raumausstatter von Beruf, Maler, gelegentlicher Science-Fiction-Autor und radikaler Individualist, sei ein Rekurs auf grundsätzliche philosophische Fragen erlaubt. In folgendem Artikel aus Sébastien Faures Encyclopédie Anarchiste (1934) beschäftigt sich Collino mit der Frage: Was wissen wir eigentlich vom Wissen?

SAVOIR

Lorsqu'on essaie de préciser la nature intime du savoir et celle de son mécanisme, on éprouve une très grande difficulté par le fait évident que l'on se sert du savoir lui-même pour cette fin et qu'il est, ainsi, peu aisé de saisir les premiers éléments conscients, bases de toute connaissance. C'est alors que se précisent ces questions ardues : l'homme qui sait, que sait-il exactement ? Qu'est-ce que la connaissance, qu'est-ce que la réalité ? Que saisissons-nous de l'existence des choses ? Qu'est-ce que la conscience ? Comment se fait-il que nous sentons que la réalité est autre chose qu'une spéculation de l'esprit ; que nous distinguons la différence absolue entre le moi et le non moi, entre le souvenir et le fait actuel, entre le passé et le présent, entre l'inconscient et le conscient ?

Le fait que la conscience ne sait rien d'elle-même nous démontre tout d'abord que cette conscience ne peut être la cause réelle de la connaissance, mais plutôt qu'elle n'en est que l'effet puisqu'elle apparaît ou disparaît selon des circonstances particulières. C'est donc seulement par l'analyse de quelques faits psychiques que nous saisirons le mécanisme délicat et complexe de la connaissance et de la conscience.

Prenons le cas le plus clair d'un état conscient : la vue d'un livre. Ce fait paraît absolument inanalysable au premier abord. Je sais que je vois un livre. Et c'est tout. J'en ai une conscience nette, inattaquable. Mais qui est-ce ce « je » ? Si j'essaie de penser à ce même fait, mais en supprimant mentalement le « je », j'éprouve déjà une première difficulté et je m'aperçois que mon état conscient est moins net. Si j'essaie de réaliser la même pensée, mais en supprimant tout langage, toute phrase se rapportant à cet acte visuel, alors cette pensée se résout insensiblement à une simple sensation. Le fait conscient s'atténue ainsi graduellement. Mais ce n'est pas tout ; la sensation elle-même peut perdre sa signification consciente et se réduire à une totale incompréhension. Lorsque nous voyons un objet connu, avant toute pensée nous le reconnaissons et nos réflexions peuvent ensuite s'exercer sur son usage. Si l'objet est totalement inconnu le fait conscient s'arrête aussitôt et se limite à la simple sensation, visuelle ou autre. Mais si la sensation elle-même est absolument nouvelle, alors le fait conscient disparaît pour faire place à un état d'inconscience, sans repère dans l'espace et dans le temps.

Ces cas paraissent extraordinaires, mais on connaît quelques cas d'aveugles de naissance qui, ayant acquis ultérieurement l'usage de la vue, n'ont absolument rien compris à ce qu'ils « voyaient ». Encore avaient-ils d'autres éléments pour coordonner leurs sensations et leurs pensées. Que serait l'état d'un être privé de toutes sensations, n'ayant aucun souvenir sensoriel ?

Si donc la conscience est fonction de l'importance des documents sensoriels, nous sommes amenés à penser qu'elle est nulle chez le nouveau-né. Mais alors, dira-t-on, d'où vient elle et qu'est-elle réellement ?

Nous répondrons : elle est le résultat des réactions de notre sensibilité contre le milieu ; elle n'apparaît qu'avec la complexité de ces réactions. C'est donc la nature de celles-ci qui nous indiquera ce qu'est réellement la conscience. Remarquons que nous délaissons momentanément l'idée de savoir si la connaissance est la représentation exacte des objets dans l'espace et dans le temps. Nous nous contenterons de considérer la connaissance comme une réaction de notre sensibilité contre le milieu.

Ces réactions nous sont particulièrement connues sous la forme de réflexes se produisant dans les divers étages du système nerveux et déterminant soit un acte moteur, soit un fonctionnement organique interne, soit enfin une simple dispersion de l'influx nerveux sans conséquence motrice ou organique immédiate.

L'observation de l'enfance nous démontre le caractère automatique des premiers réflexes, liés aux seules fonctions organiques. L'enfant saisit et suce n'importe quoi. Mais les sensations se précisent, se coordonnent assez vite ; les réflexes conditionnels enrichissent et compliquent le fonctionnement nerveux de telle sorte que la vie organique se trouve alors étroitement liée aux diverses variations du milieu. C'est ici que commence la connaissance réelle, non pas une connaissance formée de la pénétration de tous les secrets du monde environnant, mais une connaissance faite de la relation de divers états de l'organisme avec les influences du milieu. C'est ainsi que l'eau sera perçue et connue tout d'abord comme une chose agréable ou désagréable ; il en sera de même pour tout ; pour les aliments, les bruits, les odeurs, les sons ; pour la pluie, le vent, la chaleur, le froid, etc.... A chaque réflexe organique s'adjoindront quelques réflexes conditionnels, formés eux-mêmes, pour la plupart, par l'influence directe du milieu sur la sensibilité de l'enfant.

Nous voyons donc qu'ici la connaissance n'est qu'une incessante relation d'influence entre le milieu et l'enfant. Si toute l'énergie déclenchée par la réaction nerveuse du sujet était utilisée dans cette réaction, il ne resterait pas grand chose pour le souvenir et la pensée. Mais il est rare qu'il en soit ainsi. Une partie de l'influx nerveux se disperse dans les zones supérieures du système nerveux, laissant des traces, des liaisons, des constructions, lesquelles influeront ultérieurement sur les actes moteurs de l'organisme entier. Ce qu'il importe surtout de démontrer, c'est que la connaissance initiale n'est qu'une réponse de l'être au milieu, une adaptation de son organisme et non, comme veulent le faire croire les spiritualistes, une divination de l'état nouménal des choses. L'être agit comme un automate prodigieux sous la double action des phénomènes objectifs et des phénomènes organiques. Toute action, toute pensée, toute méditation est une réponse automatique aux variations du milieu et non pas un fait de conscience pure, devinant les secrets de la chose en soi. Il suffit de suivre une pensée pour saisir l'absence de conscience pure, pour s'apercevoir que ce n'est qu'un prodigieux mécanisme de réflexes se traduisant par du mouvement. L'homme reçoit, transforme et transmet du mouvement.

Prenons par exemple le spectacle d'une rue. J'ai conscience de tout ce que j'y vois et entends, mais cet état conscient total, je puis le diviser en un très grand nombre de faits sensoriels créés antérieurement par le mouvement et décomposable en dernière analyse, soit en mouvements musculaires, soit en modifications organiques diverses. Et ces états de conscience de sensations internes, je puis encore les dissocier jusqu'au simple réflexe automatique sans conscience.

Nous savons également, par l'observation des cas pathologiques, par l'étrangeté des sommeils et des rêves, par les oublis, par la perte graduelle de la conscience dans l'habitude ; enfin par la certitude que nous avons que tout notre savoir gît inconsciemment en nous et ne se révèle qu'au fur et à mesure de l'action présente, que le « moi» indivisible n'existe pas et que cette impression d'unité vient précisément de ce que la conscience n'étant que le heurt de notre sensibilité avec le milieu dans le présent, nous ne pouvons vivre et être que dans une seule situation, un seul état à la fois. Nous sommes « un » dans l'espace, mais non dans le temps puisque nous changeons et vieillissons.
Pouvons-nous alors préciser ce qu'est la réalité, ce qu'est le présent, le passé, l'identique, le dissemblable ? Y a-t-il une vérité sur l'existence des choses ? Pouvons-nous démontrer des erreurs ?

En prenant comme base de la connaissance les réflexes, nous voyons qu'il s'établit nécessairement une relation entre l'être et le milieu, et cette relation, dans sa forme la plus simple, est une vérité. Mais les associations de réflexes ne sont pas toujours des vérités et les réflexes conditionnels peuvent orienter l'être vers des faits inexistants ou dangereux. C'est le cas pour le chien électrisé pendant ou avant le repas et qui, réagissant tout d'abord douloureusement sous l'influence du courant, finit par éprouver du plaisir, parce que l'excitation anormale est liée au repas. On pourrait aller ainsi jusqu'au suicide. Ce qui est d'ailleurs le cas pour les ivrognes, les morphinomanes, etc...

Nous pouvons considérer le patriotisme, le nationalisme, la religiosité et les mysticismes divers comme des réflexes conditionnels nuisibles et dangereux, conduisant à des faits inexistants ou désavantageux.

Ceci nous amène à rechercher ce qu'est la réalité et comment nous la différencions du souvenir et de l'imagination.

La réalité est essentiellement sensuelle, consciente et par conséquent uniquement applicable au présent. Le mécanisme cérébral qui la différencie du souvenir peut se comprendre ainsi : dans le présent l'être est soumis à une multitude de sensations, d'excitations créant des réflexes qui l'adaptent étroitement au monde extérieur et qu'il ne peut supprimer d'aucune façon (sauf dans le dérangement cérébral). Dans le souvenir il se présente deux cas : ou le souvenir est pur, simple, dégagé de toute relation (homme, maison, chaise, etc....) et par son abstraction même il se situe immédiatement comme un souvenir pur ; ou bien il est lié à un ensemble de réflexes complexes reproduisant des parties de la vie passée. En ce cas, les divers éléments le composant ne correspondent point aux éléments présents perçus par les sens. D'où différenciation immédiate aidée par l'inégalité d'intensité nerveuse entre le souvenir et le fait présent. Autrement dit, les faits présents sont plus intenses que les faits passés. Remarquons qu'en réalité il n'y a pas de passé, car le fait d'être ne se conçoit que d'une seule façon : au présent. Si donc il existe en nous quelque chose, ce quelque chose est toujours dans le présent. Seulement ce quelque chose est comme un livre fermé ne s'ouvrant que sous les nécessités vitales du présent.

Toute la connaissance humaine étant réduite à des associations hasardeuses de sensations et à des liaisons nerveuses dénommées pensées et imagination pouvons-nous accorder une valeur réelle à cette connaissance et que vaut-elle exactement !

Examinons le cas de la théorie atomistique. Ici, il semble, au premier abord, que la pensée a dépassé le cadre du subjectif pour pénétrer le secret de l'objectif. Pourtant il n'en est rien. Pour que les idées de mouvement, de masse, de rayonnement, d'ondes, de rotations, etc., aient un sens, il est nécessaire qu'un minimum de sensations fixent le point de départ des raisonnements ; sinon, la chose dont on s'occuperait aurait aussi peu de réalité que l'âme des spiritualistes. Et les raisonnements eux-mêmes ne représenteront que des possibilités d'actions de la substance, actions connues antérieurement par des expériences et constituant la base essentielle mais sensorielle de la science. Et lorsqu'une théorie sera imaginée, c'est encore par l'intermédiaire des sens que s'en effectuera la vérification. Nous voyons que la certitude est toujours d'origine expérimentale et que l'expérience s'effectuant nécessairement au présent constitue par la force des choses la seule réalité.
Mais avons-nous pénétré les secrets de la substance et du mouvement ? Pas le moins du monde !

Nous ignorons totalement ce qu'est la substance en elle-même et le mouvement en soi. Nous n'avons saisi que des modalités d'un monde microscopique, mais toujours sensoriel. Nous n'avons saisi que des relations.
 Mais cela n'empêche que ces relations soient exactes et que notre représentation du fonctionnement des choses soit conforme à la réalité. Connaître la vérité c'est donc connaître une succession de réalités perçues dans l'espace et dans le temps. La vérité est une sorte de collection illimitée de faits présents. Enseigner une ou des vérités, c'est affirmer qu'une succession de faits à venir répèteront identiquement des réalités passées.

Il est pourtant des vérités, objectera-t-on, que l'expérience ne peut aucunement vérifier et qui ont cependant un caractère de certitude absolue. Par exemple la certitude de notre propre mort. Nous pouvons répondre que précisément cette vérité est une des plus riches collections de réalités que l'homme ait jamais expérimentées. Car nul n'a jamais connu d'homme immortel. La répétition à travers les siècles des mêmes phénomènes, sans aucune exception, crée en nous le caractère de la certitude absolue, sans qu'il soit nécessaire pour cela d'épuiser tous les cas, parce que précisément tous les cas possibles n'ont aucune chance d'échapper à la règle commune.

C'est donc l'identité des cas, des faits, des circonstances qui, par leur répétition, crée en nous la connaissance applicable aux faits à venir.

On peut encore ajouter qu'une vérité peut être déduite du passé, sans ressembler à ce passé et annoncer une réalité nouvelle. Cela est certain. L'imagination peut construire des concepts semblables aux modifications ultérieures et plus ou moins rapides du milieu ? C'est là une des plus remarquables caractéristiques de l'intelligence et spécialement du génie. C'est aussi la forme la plus intéressante du savoir, car la connaissance, qui ne s'applique qu'à des répétitions de faits identiques, ne constitue qu'une faible partie de l'activité intellectuelle des êtres pensants. Mais le monde étant en perpétuel changement, l'être ne se trouve jamais devant des situations absolument identiques. Il lui faut donc improviser des adaptations, inventer, prévoir le futur, jouer l'avenir pour ainsi dire et se préparer aux faits éventuels.

Dans mon étude sur la raison, j'ai décrit le mécanisme subtil de l'invention, produit des liaisons nerveuses, créées sous l'influence des centres affectifs. Nous savons que les émotions violentes sont anti-intellectuelles par le fait connu que l'influx nerveux libéré en excès, s'écoule violemment vers les mécanismes moteurs les plus faciles, déclenchant par les voies réflexes les plus anciennes et les plus immédiates des mouvements plus ou moins adaptés aux événements. La pensée est, au contraire, le produit d'un lent cheminement de l'influx nerveux se dispersant dans des voies multiples dont aucune n'est assez importante pour déclencher l'acte moteur.

Des réseaux peuvent alors fusionner, créant des liaisons nouvelles dont l'effet objectif se traduira par une modification plus ou moins avantageuse de l'être vis-à-vis des faits nouveaux.

C'est ainsi que la vengeance, acte émotif par excellence, peut faire place, chez l'homme de raison, à la compréhension de l'inutilité totale de cet acte, puisque sans effet rétrospectif sur les faits passés ; tandis qu'il trouvera peut-être les moyens efficaces pour modifier, à l'avenir, les causes créant la malfaisance d'autrui.

L'invention et l'imagination sont donc bien parmi les éléments essentiels du vrai savoir. Mais au cours des siècles, les hommes ont ainsi annoncé des milliers de vérités ; les prophètes, les devins, les messies de toutes les croyances ou de tous les partis, tout comme les vulgaires tireuses de cartes, ont proclamé des vérités plus ou moins pharamineuses. Seule l'impitoyable réalité, l'expérience, a réduit à néant ces affirmations erronées.

Cette manière d'envisager la connaissance n'est nullement pessimiste. Elle sépare le savoir véritable du faux savoir. Elle nous fait voir que le monde est en perpétuel mouvement ; que tout évolue et se transforme ; et que, parmi ces mouvements, il en est dont le rythme et la répétition se prêtent à la prévision. Ce qui constitue le savoir. Il en est d'autres dont les irrégularités s'opposent à toute classification définitive.
L'astronomie, la physique, la chimie, se prêtent en partie à nos prévisions et nous permettent d'établir des vérités.
La météorologie, la biologie, la psychologie, la sociologie s'y prêtent beaucoup moins bien, quoique la psychologie, purement objective et physiologique (méthode de Pavlov), ait fait d'énormes progrès.
C'est par la collaboration de tous les efforts humains, par la coordination de toutes les réalités et de toutes les vérités que le savoir se fondera progressivement, hors des inventions et des révélations des sorciers laïques et religieux.

Une dernière question se pose. Nous avons dit que le savoir était fait de répétitions, d'identités, d'invariabilités. Or, le monde étant en perpétuelle transformation, quelle peut être la valeur exacte de notre savoir vis-à-vis des lois naturelles ? Ne dit-on pas excellemment qu'il n'y a de science que du général. Quelles peuvent être les généralités permanentes dans un monde mouvant ?

Nous pouvons considérer l'univers comme une horloge colossale dont tous les rouages seraient étroitement solidaires les uns des autres. Si cette horloge possédait des cadrans et des aiguilles marquant depuis les millièmes de seconde jusqu'à des durées dépassant des milliards de siècles, nous considérerions les diverses rotations d'aiguilles comme autant de variations évidentes. Pourtant, certaines aiguilles nous paraîtraient absolument immobiles, quelle que soit la durée de nos observations. Nous appellerions alors vérités ces immobilités apparentes, bien que soumises à une lente évolution.

Il en est probablement ainsi des lois naturelles. Elles nous paraissent fixes actuellement et notre courte durée, adaptée à cette stabilité relative de notre univers, établit des lois et invente une certaine harmonie qui n'est, en fait, qu'un lent désordre qui dure indéfiniment plus que notre humanité, mais n'est, au regard de l'infinité du temps, qu'un éclair fugitif dans la profondeur de l'éternité.

En résumé, nous pouvons préciser les points suivants :
- La connaissance n'étant qu'une modification atomique de notre substance nerveuse par la substance objective dont elle ne diffère pas essentiellement, il s'ensuit que notre substance ne sachant rien d'elle-même ne peut pas savoir davantage quelque chose de l'autre. La substance ne sait rien d'elle-même.
- La conscience n'est donc pas à la base du savoir ; elle est un effet, une conséquence du heurt de notre sensibilité avec les phénomènes objectifs. La sensibilité est antérieure à la conscience.
- Nous appelons présent le moment précis de ce heurt et réalité l'ensemble des perceptions subies à ce moment-là.
- Tous les souvenirs sont dans l'espace, donc présents, mais inutilisés et inconscients.
- Le fait actuel se différencie du fait passé par la qualité et la quantité des éléments sensoriels associés soit au fait passé, soit au fait présent et surtout par la plus grande intensité des perceptions présentes.
- Le savoir ne nous fait pas connaître l'essence des choses, mais le rapport de notre sensibilité avec le milieu.
- Le savoir véritable est donc une adaptation de notre être aux influences du milieu. Savoir, c'est agir en s'adaptant aux réalités.
- L'erreur est une mauvaise association de réflexes conditionnels créant des concepts différents de la réalité. Elle est toujours démontrable dans le domaine expérimental.
- La vérité est l'ensemble des réalités dont est formé un concept. Ne peuvent prendre le nom de vérité que les concepts soumis au contrôle de l'expérience.
- Il n'y a pas de vérité a priori. Toute connaissance est essentiellement acquise sensoriellement.
- Il y a trois degrés dans la connaissance : les réalités strictement personnelles ; les réalités générales ; les concepts généraux.
- L'accord des humains ne peut s'effectuer que sur les réalités générales ou sur les concepts généraux appuyés par des démonstrations expérimentales. La connaissance réelle est impersonnelle. Elle tend à l'universel. C'est-à-dire à l'élaboration de vérités spécifiques et non individuelles.
- La principale cause de division entre les hommes consiste dans le fait de donner comme vérité, ou comme un fait général et impersonnel, ce qui n'est qu'un fait particulier ou indémontrable expérimentalement.
- La méthode scientifique est la seule méthode pour former la connaissance réelle et le savoir. Elle utilise les réalités générales et crée des concepts généraux susceptibles de s'adapter aux variations du milieu. Mais toute utilisation de ces concepts ne peut s'effectuer sans un coefficient personnel d'appréciation qui ôte précisément à cette adaptation tout le caractère rigoureux de causalité ou de convenance infaillible de cause à effet.
- Il y a donc la méthode scientifique et il y a les hommes l'utilisant. Il est nécessaire de se servir de la méthode. Il est prudent de se méfier des hommes et de leurs affirmations.
- Le savoir peut être considéré comme un moyen ou comme un but. Les techniciens en font un moyen. Les savants et les philosophes en font un but. L'homme de raison doit être harmonieux ; c'est-à-dire : technicien, savant et philosophe.

IXIGREC.