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Juli 19, 2013

In schlechter Verfassung

“D’Verfassung ass kloer: 90 Deeg no der Opléisung vum Parlament si Wahlen. D’Chamber huet zwou Méiglechkeeten: se hällt sech un d’Verfassung oder stëmmt iwwer d’Motions de Confiance of, déi an der Sëtzung vum 10. Juli ignoréiert goufen. Wéi déi gewielten Parteien an der Chamber elo probéieren hiere Feeler un den demokratesch net legitiméierte Staatsrot a Grand-Duc ofzewälzen ass e schlechte Witz!” sou den Sven Clement weider. “Eppes weist dësen institutiounelle Chaos awer: Lëtzebuerg brauch en uerdentlecht Verfassungsgeriicht, dat dës Froen verbindlech tranchéieren kann!”
 
Piraten als letzte Verteidiger der Verfassungskonformität, soweit ist es schon gekommen... währenddessen Serge Urbany (von dem ich eigentlich erwartet hätte, dass er das Verdikt das Staatsrats teilt, immerhin ist eine der dort aufgeführten Alternativen der sofortige Rücktritt der Regierung) im Quotidien die Abschaffung des Staatsrats anregt:
"'Si le Conseil d'État nous sort des trucs pareils, alors on peut aussi s'en passer', renchérit Serge Urbany, unique député de déi Lénk qui, la veille, avait écrit au président de la Chambre, Laurent Mosar, pour demander une séance plénière afin de pouvoir voter une motion de censure. Lui qui veut abolir le SREL semblait prêt à demander l'abolition du Conseil d'État s'il n'était pas capable de rendre des avis éclairés."

Februar 17, 2012

Den Neie Feierkrop für Gesetz und Ordnung

In Reaktion auf die am Samstag von Piratenpartei, Grünen, Linken und Liberalen veranstaltete Protestdemo  mit zweifelhafter Ikonographie gegen das ACTA-Abkommen, erregt sich das Satireblatt Den neie Feierkrop in seiner heutigen Ausgabe (übrigens auf den Spuren Sloterdijks) über die wortführende Nachwuchspartei:
"(...) Piraten sind für die absolute Freiheit, gegen jeden 'staatlichen Zwang', also auch gegen Regeln zur Einrichtung des gesellschaftlichen Miteinanders. Sie wollen halt gratis im Internet klauen [gratis klauen! wo kommen wir hin?], Musik abladen, ihre Diplomarbeit abkupfern à la Guttenberg, und scheren sich nicht um Urheber- und Autorenrechte, die doch auch der Finanzierung von Kultur, Wissenschaft und Foschung dienen."

Der anonyme Autor bemüht anschließend den Verteidiger einer "eleganten Welt" Felix Bartels, der dazu schreibt:
"Geben Sie einem Raubritter einen Laptop und ein Buch von Milton Friedman - er wird umgehend eine Partei mit einer gelben Flagge gründen, Lohn- und Steuersenkungen sowie natürlich den Rückzug des Staates aus allen Lebensbereichen fordern. Geben Sie ihm ein paar Gehirnwindungen weniger, ein unstetes Gemüt und ein Buch von JJ Rousseau [wohl Anspielung auf "Le premier qui ayant enclos un terrain s'avisa de dire : Ceci est à moi, et trouva des gens assez simples pour le croire, fut le vrai fondateur de la société civile." usw.], und Sie werden einen Gründer der Piratenpartei erhalten. Es ist so einfach. Derselbe Hass in zwei Formen."

Nicht so genau mit der Verteidigung des Rechtsstaats nehmen es die Satiriker allerdings, wenn es gegen unpatriotische Griechen geht, die ihr Erspartes, Ererbtes oder Ergaunertes vorsichtshalber auf luxemburgische Konten deponiert haben. Weist Finanzminister und Bankenplatzlobbyist Luc Frieden hier auf eigentlich selbstverständliche rechtsstaatliche Gepflogenheiten hin ("Man kann nicht einfach solche Konten einfrieren. Dazu braucht es gerichtliche Schritte und dazu braucht es den Beweis, dass hier Steuerbetrug oder etwas anderes vorlag. Und falls dies der Fall ist, können selbstverständlich diese Schritte in Erwägung gezogen werden. Das kann man nicht politisch einseitig beschließen, in einem Rechtsstaat bedarf es hierzu Gerichtsbeschlüsse. Aber das liegt sicherlich im Bereich dessen, was in einigen Fällen notwendig ist."; zitiert nach dem DNF), erscheint gerade er als der Vertreter der Raubritter und Piraten. Verstehe wer will!

September 19, 2011

September 19, 2010

Talk like a japanese space pirate day

Später Beitrag zu einem hübschen Ami-Brauch:

(Trailer für Harlock Saga: Das Rheingold, trotz der Musik aus der Walküre).